Kapitalerhöhung
WGZ-Bank wappnet sich für den Stresstest

Um böse Überraschungen zu umgehen, nutzen die genossenschaftlichen Banken die Ruhe vor dem Sturm: Bevor bald die große Revision der europäischen Aufsichtsbehörden ansteht, setzen sie auf die Unterstützung der Anleger.
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FrankfurtDie genossenschaftliche WGZ Bank stockt vor dem anstehenden Stresstest der europäischen Aufsichtsbehörden ihren Sicherheitspuffer auf. Das Düsseldorfer Institut platzierte im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien mit einem Volumen von 292 Millionen Euro bei ihren Eigentümern, wie die Schwester der DZ Bank am Dienstag mitteilte. „Mit dem zusätzlichen Kapitalpuffer sehen wir uns für die absehbaren regulatorischen Herausforderungen gut gerüstet“, sagte WGZ-Bank-Chef Hans-Bernd Wolberg. Die Kernkapitalquote der WGZ-Bankengruppe soll durch diesen Schritt sowie durch das Einbehalten von Gewinnen von 9,2 Prozent Anfang des Jahres auf rund zwölf Prozent steigen.

Die Kapitalerhöhung der WGZ Bank war deutlich überzeichnet, was Wolberg als großen „Vertrauensbeweis unserer Aktionäre“ wertete. Die WGZ Bank gehört rund 200 Genossenschaftsbanken im Rheinland und in Westfalen und ist deutlich kleiner als ihr Schwesterinstitut DZ Bank, das für die übrigen Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland zuständig ist. Das Frankfurter Geldhaus stemmt gerade ebenfalls eine Kapitalerhöhung und will bei seinen Eignern bis Ende Juni 1,5 Milliarden Euro einsammeln.

WGZ und DZ Bank wappnen sich damit für den angelaufenen Gesundheitscheck der europäischen Aufsichtsbehörden. Sie prüfen die Banken auf Herz und Nieren, bevor die Europäische Zentralbank (EZB) im Herbst die Aufsicht über die wichtigsten Häuser der Euro-Zone übernimmt. Ein Bilanzcheck läuft bereits seit Ende 2013. Ab Mai folgt dann ein Stresstest, in dem geprüft wird, wie sich Banken in einer neuen Krise schlagen würden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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