Kapitalkosten sollen verdient werden: SEB will Deutschlandgeschäft verbessern

Kapitalkosten sollen verdient werden
SEB will Deutschlandgeschäft verbessern

Die deutsche Tochter der schwedischen Großbank SEB will ihr ertragsschwaches Privatkundengeschäft auf Vordermann bringen und im Vergleich zum Mutterkonzern die Renditelücke schließen.

HB FRANKFURT. „Im kommenden Jahr sollten wir in Deutschland unsere Kapitalkosten verdienen“, sagte SEB-Deutschlandchef Fredrik Boheman am Donnerstag in Frankfurt. Diese lägen bei etwa neun Prozent. 2006 wolle die Bank bereits einen „guten Schritt“ in diese Richtung machen. Im vergangenen Jahr erreichte die SEB AG eine Eigenkapitalrendite von 6,9 Prozent - der Mutterkonzern kam hingegen auf 15,8 Prozent. „2005 haben wir nicht ausreichend Verbesserungen geschafft“, resümierte Boheman.

Im deutschen Privatkundengeschäft leidet die SEB nach Worten von Bereichschef Peter Buschbeck unter zu geringen Erträgen, die zudem 2005 im Vergleich zum Vorjahr stagnierten. Deshalb sollen bis 2008 mindestens 200 mobile Berater sowie 70 Filialmitarbeiter eingestellt werden. Zugleich will die Bank ihr Angebot, etwa bei Kredit- und Versicherungsprodukten, ausbauen. „Alleine mit den existierenden Kunden könnten wir viel mehr verdienen“, sagte Boheman. Derzeit liege der Ertrag je Kunde deutlich unter dem Branchenschnitt.

2005 steigerte die SEB in Deutschland getrieben vom Firmenkunden- und Immobiliengeschäft sowie von der Vermögensberatung ihren Nettogewinn um acht Prozent auf 127 Mill. Euro. Dabei verhinderte der Anstieg der Risikovorsorge um fast ein Drittel auf 64 Mill. Euro einen noch deutlicheren Zuwachs. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um sechs Prozent auf 441 Mill. Euro, während das Provisionsergebnis auf 233 (2004: 219) Mill. Euro zulegte.

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