Karin Ruck
Vize-Chefaufseherin der Deutschen Bank kandidiert nicht nochmal

Bei der Deutschen Bank wird sich Karin Ruck nicht mehr als Arbeitnehmervertreterin um den stellvertretenden Aufsichtsrats-Posten bewerben. Nun will Verdi seine Position im Kontrollgremium ausbauen.
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FrankfurtDie Deutsche Bank bekommt im kommenden Jahr auf jeden Fall einen neuen stellvertretenden Aufsichtsrats-Vorsitzenden. Amtsinhaberin Karin Ruck werde sich als Arbeitnehmervertreterin aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellen, teilte die Gewerkschaft DBV am Dienstag in Düsseldorf mit.

Ruck gehört der kleinen Organisation an, die bei der Deutschen Bank bisher eine starke Stellung hat. Bei den anstehenden Wahlen will aber die mächtige Gewerkschaft Verdi ihre Position ausbauen. Sie setzt vor allem auf ihren Einfluss bei der mitarbeiterstarken Deutsche-Bank-Tochter Postbank. Für Verdi tritt der Vorsitzende der Gewerkschaft, Frank Bsirske, an. Er gilt als Favorit für die Nachfolge Rucks als Stellvertreter von Aufsichtsratschef Paul Achleitner.

Der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) hat seinen Vorsitzenden Stephan Szukalski als Spitzenkandidat nominiert. Die Arbeitnehmer in mitbestimmten Aktiengesellschaften wählen ihre Vertreter im Aufsichtsrat getrennt nach Angestellten- und Gewerkschaftsvertretern, die Anteilseignervertreter werden von der Hauptversammlung bestimmt. Der stellvertretende Vorsitzende des Gremiums wird von den Arbeitnehmern gestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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