Karten-Dienstleister B+S
Sparkassen suchen neuen Investor

Neuer Investor gesucht: Die deutschen Sparkassen wollen einen Miteigentümer für ihren Kartenzahlungs-Dienstleister B+S Card Service. Die Kooperation soll vor allem die Expansion ins Ausland vorantreiben.
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FrankfurtDie deutschen Sparkassen suchen einen neuen Investor für ihren Kartenzahlungs-Dienstleister B+S Card Service. Um die Suche zu erleichtern, wird das Frankfurter Unternehmen im Herbst mit dem Kieler Online-Zahlungs-Spezialisten Payone zur BS Payone GmbH fusioniert, wie der Eigentümer Deutscher Sparkassenverlag (DSV) am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das schaffe die Basis dafür, einen neuen Minderheitsgesellschafter zu finden, sagte DSV-Geschäftsführer Wilhelm Gans.

Mit Hilfe des Miteigentümers soll BS Payone die Expansion außerhalb Deutschland beschleunigen. B+S Card Service und Payone wickeln nach eigenen Angaben derzeit für gut 250.000 Kunden in 18 Ländern über eine Milliarde Zahlungen pro Jahr an der Ladenkasse und im Online-Shopping ab.

Die Zahlungsverkehrs-Branche ist angesichts des wachsenden Online-Handels im Umbruch. Der B+S-Konkurrent Concardis, an dem neben den Sparkassen vor allem Großbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank und DZ Bank beteiligt waren, war Anfang des Jahres für rund 700 Millionen Euro an die Finanzinvestoren Bain Capital und Advent verkauft worden. Sie wollen das Unternehmen stärker auf den Internet-Handel ausrichten.

Darauf zielt auch die Fusion von B+S mit Payone ab, die Zahlungen im Internet und über das Smartphone abwickelt. Beide Unternehmen gehören dem DSV, die beiden Payone-Gründer und -Minderheitsgesellschafter Carl Frederic Zitscher und Jan Kanieß werden Geschäftsführer von BS Payone.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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