Kein Verständnis für Mannesmann-Prozess: UBS-Chef Wuffli: Deutschland muss sich bewegen

Kein Verständnis für Mannesmann-Prozess
UBS-Chef Wuffli: Deutschland muss sich bewegen

Der Mannesmann-Prozess stößt bei ausländischen Bankern auf Unverständnis. Dieses Verfahren gebe jedem Banker sicher zu denken, sagte UBS-Chef Peter Wuffli dem Handelsblatt (Montagausgabe).

HB ZÜRICH. Der Vorstandsvorsitzende der Schweizer Großbank, die in der vergangenen Woche das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte vorgelegt hatte, kann es sich "schwer vorstellen", dass so ein Prozess in der Schweiz geführt würde. "Wir führen hier einen anderen Dialog über internationale Marktgepflogenheiten", sagte Wuffli. Damit wolle er nicht dafür plädieren, dass sich Banker der Verantwortung für das Treiben ihrer Kunden entzögen. Wer wie die UBS den Anspruch habe, seine Kunden zu kennen, müsse eine "gewisse Mitverantwortung" übernehmen. "Letztlich wird die Bank auch dafür bezahlt."

Der Mannesmann-Prozess ist nicht das einzige Problem, das Wuffli in Deutschland vorfindet. "Für uns ist es klar, dass Deutschland nicht innerhalb weniger Jahre zu einem angelsächsischen Kapitalismus wechseln wird. Aber wir sehen, dass sich Deutschland bewegen muss", sagte der UBS-Chef. "Schon jetzt haben die Wirtschaftsförderer in den Schweizer Kantonen alle Hände voll zu tun, um die umsiedlungswilligen Deutschen zu betreuen", stellte der UBS-Chef fest. "Den Deutschen zeigt das, wie dringend sie etwas verändern müssen."

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