Keine Chance bei Berliner Bank: HSH Nordbank verdreifacht Gewinn

Keine Chance bei Berliner Bank
HSH Nordbank verdreifacht Gewinn

Im abgelaufenen Jahr hat sich die HSH Nordbank ihrem Renditeziel bis auf einige Zehntel Prozentpunkte angenähert. Das Institut sieht sich nun auf gutem Weg für den Gang an den Kapitalmarkt. Doch der Vorstandsvorsitzende musste auch einen Rückschlag bekannt geben.

HB HAMBURG. Der Überschuss sei von 127 Mill. im Jahr zuvor auf 400 Mill. Euro in 2005 geklettert, teilte die Landesbank am Dienstag in Hamburg mit. Die Rendite stieg von 12,8 auf 14,1 Prozent. Bankchef Alexander Stuhlmann sieht sein Institut damit auf gutem Weg, wie angestrebt dieses Jahr eine Rendite von sogar 15 Prozent zu schaffen.

Der Gewinnsprung fiel so deutlich aus, weil das Ergebnis der HSH Nordbank im Jahr 2004 – wie bei anderen Landesbanken auch – von hohen Rückzahlungen unerlaubt erhaltener Staatshilfen belastet worden war. Allerdings machte das Institut aus Hamburg und Kiel auch operativ Fortschritte: So stieg der Zinsüberschuss als wichtigster Ertragsposten um 5,5 Prozent auf gut 1,6 Mrd. Euro. Die Risikovorsorge für faule Kredite ging zugleich von 295 auf 220 Mill. Euro zurück.

Nach der hohen Rückzahlung unerlaubt erhaltener Staatshilfen sind die Reserven der HSH mittlerweile zwar wieder aufgefüllt. Für größere Akquisitionen sieht Bankchef Alexander Stuhlmann dennoch kaum Spielraum. So ist sein Institut aus dem Rennen um die zum Verkauf stehende Berliner Bank ausgeschieden. „Ich kann bestätigen, dass wir nicht mehr dabei sind“, sagte Stuhlmann. Die HSH hatte gemeinsam mit der Hamburger Sparkasse (Haspa) eine Offerte abgegeben. Chancen dürfen sich neben ausländischen Häusern noch die Commerzbank und die HVB machen. Auch für die ab 2007 zum Verkauf stehende Mutter der Berliner Bank, die Bankgesellschaft Berlin, wolle er kein Angebot abgeben, sagte Stuhlmann – „weder allein noch zusammen mit der Haspa“. Das Institut sei zu teuer.

Der Vorstandschef Stuhlmann hat sich angesichts des Jahresabschlusses 2005 aber zuversichtlich hinsichtlich des laufenden Geschäftsjahrs gezeigt. Für den weiteren Weg der HSH Nordbank ohne Staatsgarantien sowie das Geschäftsjahr 2006 sei er optimistisch, wird Stuhlmann am Dienstag in einer Pressemitteilung der Landesbank zitiert.

Die Eigentümer der HSH Nordbank streben nach den Worten von Bankchef Stuhlmann allerdings weiterhin keinen Börsengang an. Die Landesbank wolle zwar kapitalmarktfähig werden, sagteer. Das bedeute, sich auch ohne die weggefallenen staatlichen Haftungsgarantien künftig günstig am Kapitalmarkt refinanzieren zu können. Die HSH gehört den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein, dem Sparkassenverband Schleswig-Holstein sowie der Düsseldorfer WestLB.

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