Keine Stellungnahme von Münchener Rück Ergo baut Führungsstrukturen um

Die zur Münchener Rück gehörende Versicherungsgruppe Ergo will am Freitag über Pläne zum Umbau ihrer Führungsstruktur entscheiden. Mit den Änderungen wird es auch zu personellen Konsequenzen kommen, mehrere Vorstände werden wohl ihre Jobs verlieren.

HB DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Das Thema stehe am Freitag auf der Agenda des Aufsichtsrates, bestätigte ein Ergo-Sprecher am Donnerstag. Am kommenden Montag will Ergo die Öffentlichkeit offiziell informieren. In einem Medienbericht hatte es geheißen, dass künftig unter anderem die operative Führung auf der Ergo-Konzernebene angesiedelt werden solle.

Dafür richte der Konzern drei Geschäftsbereiche mit je einem verantwortlichen Vorstandsmitglied ein, und zwar die Bereiche Leben, Schaden-Unfall und Krankenversicherung. Diese drei Chefs würden in Personalunion auch Vorstandsvorsitzende der wichtigsten Versicherungsgesellschaften in ihrem Bereich. Der Umbau werde bisher noch nicht bekannte personelle Konsequenzen haben, hieß es in dem Bericht. Demnach dürften mehrere Vorstände ihre Posten verlieren. Konzernchef bleibe aber Lothar Meyer.

Den Bereich Lebensversicherung werde Hamburg-Mannheimer-Chef Götz Wricke führen, hieß es in dem Bericht weiter unter Berufung auf Konzernkreise. Er werde auch Vorstandschef von Victoria Leben. Den Bereich Schaden-Unfall verantworte Horst Döring, Vorstandschef der Victoria Versicherung. Döring habe aber bereits erklärt, dass er nur noch bis Ende 2004 zur Verfügung stehe. Als möglichen Nachfolger wird Michael Rosenberg genannt, den derzeitigen Chef der Victoria Leben. Döring und später Rosenberg sollten auch die Chefposten bei der Hamburg-Mannheimer Sach und dem Rechtsschutzspezialisten DAS einnehmen. Für den Bereich Krankenversicherung werde Günter Dibbern verantwortlich sein, seit 1. Januar Vorstandschef des Krankenversicherers DKV.

Ein Münchener-Rück-Sprecher wollte zu dem Bericht keine Stellungnahme abgeben. Die Ergo-Gruppe als Sorgenkind der Münchener Rück hatte durch hohe Verluste wegen des Börsencrashs maßgeblich dazu beigetragen, dass der weltgrößte Rückversicherer für 2003 erstmals seit fast 100 Jahren unter dem Strich einen Jahresverlust vorlegen musste. Sowohl die Konzernmutter als auch die Ergo-Gruppe selbst hatten deutlich gemacht, dass alle Unternehmensbereiche auf den Prüfstand gestellt worden seien. Ein Verkauf der Ergo-Gruppe steht aber für die Münchener Rück erklärtermaßen nicht an.

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