KfW-Daten
Wohnungsneubau reicht nicht aus

Es wird nicht genug gebaut: Zu der Einschätzung kommt die KfW bei der Betrachtung des Wohnungsmarkts. Die Bauwirtschaft hat zur Zeit allerdings wenig Sorgen, viele Anleger setzen auf Betongold.
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FrankfurtWohnungen in Großstädten bleiben der KfW zufolge auf absehbare Zeit teuer. Zwar rechnet das staatliche Institut in diesem Jahr mit dem Bau von rund 204 000 neuen Wohnungen. „Um den zukünftig benötigten Bedarf in Ballungsräumen zu decken, müssten noch mehr Wohnungen pro Jahr neu gebaut beziehungsweise fertiggestellt werden“, erklärte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner am Montag in Frankfurt. Das aktuelle Niveau reiche nicht aus, um den Preisanstieg zu dämpfen.

Die Bauwirtschaft profitiert derzeit von niedrigen Zinsen und der Flucht verunsicherter Anleger in Betongold. Im vergangenen Jahr stiegen der KfW zufolge die Investitionen in den Wohnungsbau preisbereinigt um knapp 1 Prozent gegenüber 2011. Die Investitionen in öffentliche und gewerbliche Bauten sanken hingegen, vor allem öffentliche Auftraggeber hielten sich deutlich zurück. Insgesamt verringerten sich die Bauinvestitionen daher um 1,5 Prozent.

Die KfW berechnet regelmäßig den Indikator Eigenheimbau exklusiv für die „Wirtschaftswoche“. Im März legte das Barometer gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte zu. Der Wohnungsbau werde auch in diesem Jahr der Wachstumsmotor des Baugewerbes bleiben, erklärte die KfW.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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