Kfz-Versicherer: RBS forciert Verkauf von Direct Line

Kfz-Versicherer
RBS forciert Verkauf von Direct Line

Bis 2014 muss die RBS komplett bei dem Kfz-Versicherer Direct Line ausgestiegen sein, so die Vorgabe der EU. Nun hat das verstaatlichte Institut einen größeren Teil verkauft – für über eine halbe Milliarden Euro.
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LondonDie verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) treibt mit dem Verkauf der Mehrheit am Kfz-Versicherer Direct Line ihren Sanierungskurs voran. Wie das britische Institut am Mittwoch mitteilte, hat sie sich von weiteren 17 Prozent getrennt. Bei einem Preis von 201 Pence je Aktie erlöste RBS umgerechnet 584 Millionen Euro.

Bereits im Rahmen des Direct-Line-Börsengangs im Oktober hatte das Geldhaus eine Beteiligung von knapp 35 Prozent verkauft. Die EU verlangt von der Bank, bis Ende 2014 komplett bei dem Versicherer auszusteigen. In Deutschland vertreibt Direct Line die Marken Churchill und Green Flag. Die RBS-Aktie gab zwei Prozent nach, das Direct-Line-Papier fiel mehr als drei Prozent.

Der Verkauf wird sich kaum auf die Kapitalposition der RBS auswirken, die sich zu 82 Prozent in den Händen des Steuerzahlers befindet. Die Transaktion gilt als Hinweis darauf, dass die Regierung und Aufsichtsbehörden den Druck auf die Banken erhöhen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren und das Eigenkapital zu stärken. Premierminister David Cameron rief die RBS erst kürzlich dazu auf, ihre Restrukturierung zu beschleunigen.

Die Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, ihren Anteil an dem Finanzinstitut im kommenden Jahr und damit noch vor den Parlamentswahlen zurückzuschrauben. Bisher dürfte dies allerdings ein Verlustgeschäft werden – der RBS-Aktienkurs liegt noch mehr als ein Drittel unter dem Preis, den die Regierung bei ihrer 45 Milliarden Pfund schweren Rettung auf den Tisch legte.

Der ebenfalls teilverstaatlichte Konkurrent Lloyds hatte sich am Dienstag von einem 20-Prozent-Anteil am Vermögensmanager St. James's Place für 520 Millionen Pfund getrennt. Zugleich will das Kreditinstitut sein Investmentgeschäft verkleinern und britische Filialen verkaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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