Kommentar Allianz: Solidität in turbulenten Zeiten

Langweilig ist das neue sexy - in Zeiten größter Verunsicherung strahlt die Allianz Ruhe und Solidität aus, die Anleger sollten das zu schätzen wissen.
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München-Korrespondent Axel Höpner. Quelle: Pablo Castagnola

München-Korrespondent Axel Höpner.

(Foto: Pablo Castagnola)

MünchenNein, sonderlich aufregend sind die Allianz-Zahlen gewiss nicht. Der Umsatz sinkt, das operative Ergebnis stagniert. Anlegerträume sehen anders aus. Selbst Allianz-Chef Michael Diekmann spricht nur von einem "soliden Ergebnis".

Doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Solidität ist in diesen Zeiten höchster Unsicherheit ein Trumpf - für einen Versicherungskonzern vielleicht sogar das höchste Gut. "Langweilig ist das neue sexy", hat es Allianz-Vorstand Paul Achleitner ausgedrückt.

Und hier hält die Allianz Wort: Deutschlands größter Versicherungskonzern hält sein Kapital beisammen, scheut die Risiken und liefert das ab, was versprochen wurde. Wer mehr verlangt, muss auch höhere Risiken in Kauf nehmen. In der Finanzkrise haben Unternehmen wie der US-Konkurrent AIG es bitter bereut, dass sie vom Kerngeschäft abwichen.

Auch die Allianz hat ja ihre Erfahrungen gemacht. Das letzte große Klumpen-Risiko, dass der Konzern freiwillig auf sich nahm, war die Dresdner-Bank-Übernahme - ein Desaster. Seither konzentriert sich Diekmann darauf, das Geschäftsmodell zu optimieren und die vielen kleinen und großen Baustellen, die es im Konzern gibt, abzuarbeiten. Kurzum: Die Allianz macht ihre Hausaufgaben.

Auch so sind die Risiken für ja groß genug. Die europäische Schuldenkrise ist noch nicht gelöst - die Allianz hat sich mit einem eigenen Vorschlag in die Debatte eingebracht. Und auch die Talfahrt an den Börsen belastet den Anleger Allianz. In solchen Zeiten darf froh sein, wer solide ist.

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