Konflikt um das Management Untersuchung bei Deutscher Börse eingestellt

Nach Auffassung der hessischen Börsenaufsicht hat der von Hedge-Fonds ausgelöste Konflikt um das Börsen-Management dem Geschäftsbetrieb der Deutschen Börse nicht geschadet.

HB FRANKFURT. „Ein Anlass zu Eingriffsmaßnahmen der Börsenaufsicht hat sich aus den Untersuchungen nicht ergeben“, teilte die Börsenaufsicht am Mittwoch nach einer Prüfung der Beteiligungsverhältnisse und der Aktivität einiger Aktionäre mit. Es hätten keine Tatsachen festgestellt werden können, die die Annahme rechtfertigten, die betroffenen Aktionäre seien nicht zuverlässig, hieß es von der Behörde. Zudem konnte die Börsenaufsicht bei ihren Untersuchungen nicht erkennen, dass der Betrieb der Deutschen Börse AG beeinträchtigt worden sei.

Der Vorstandschef der Deutschen Börse AG, Werner Seifert, war im Mai auf Druck kritischer Aktionäre um den Hedge-Fonds TCI von seinem Amt zurückgetreten. TCI hatte die anvisierte Übernahme der Londoner Börse LSE als zu teuer kritisiert und stattdessen die Ausschüttung der Barreserven der Deutschen Börse an die Aktionäre erzwungen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte jüngst den Verdacht geäußert, dass es bei der von TCI betriebenen Ablösung von Seifert eine unerlaubte geheime Absprache mit anderen Aktionären gegeben haben könnte.

Indes häufen sich die Namen potenzieller Kandidaten für die Nachfolge Seiferts. Mehrere Medien berichteten am Mittwoch von einer Liste des beauftragten Personalberaters Spencer Stuart, die unter anderem Commerzbank-Vorstand Martin Blessing, Deutsche Bank-Manager Hermann-Josef Lamberti sowie HVB-Vorstandsmitglied Stefan Jentzsch nennt. Auch Allianz-Finanzchef Paul Achleitner und Siemens-Vorstand Heinz-Joachim Neubürger befänden sich darauf, hieß es.

Die Deutsche Börse lehnte eine Stellungnahme ab. Eine mit der Situation vertraute Person bestätigte die Existenz der Liste, ergänzte aber, die Suche eines Nachfolger befinde sich noch in einem frühen Stadium. Der „Financial Times Deutschland“ zufolge wurde mit den potenziellen Kandidaten bislang nicht gesprochen.

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