Konjunkturerholung
Milliardengewinn für die Bank of America

Nach Goldman Sachs legt die nächste US-Großbank einen Milliardengewinn vor. Die Bank of America hat sich von Verlusten im Hypothekengeschäft erholt und schreibt wieder schwarze Zahlen.
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CharlotteDie Bank of America setzt ihren Erholungskurs fort: Die zweitgrößte US-Bank schüttelt ihre Altlasten aus der Finanzkrise ab und kommt im zweiten Quartal auf einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar. Nach dem größten Quartalsverlust ihrer Geschichte von 8,8 Milliarden Dollar vor einem Jahr sendete der einstige Branchenprimus nun dank Kosteneinsparungen und geringeren Rückstellungen für faule Kredite mehr als ein Hoffnungszeichen.

Das Geldhaus profitierte von der anziehenden US-Konjunktur. Laut Bank-of-America-Chef Brian Moynihan legte die Kreditvergabe an Unternehmen das sechste Quartal in Folge zu. Anleger honorierten am Mittwoch den Aufwärtstrend. Vorbörslich ging es für die Aktie mehr als ein Prozent hoch.

Die Bank of America ist die Nummer zwei hinter JP Morgan. Mit etlichen Beteiligungsverkäufen - unter anderem den Anteilen an der China Construction Bank - und Sparprogrammen musste das Institut schrumpfen, um die massiven Verluste im Hypothekengeschäft zu verkraften. Auch die Mitarbeiter mussten harte Einschnitte hinnehmen - ihr Zahl sank binnen eines Jahres um 12.600 auf 275.500. Auch die Zahl der Filialen schrumpfte um 150 auf 5600.

Das Haus hatte mit am stärksten auf den US-Häusermarkt gewettet und noch 2008 den Immobilienfinanzierer Countrywide übernommen, als die Finanzkrise schon längst zu Gange war. In der jüngsten Quartalsbilanz fiel nun positiv auf, dass die Bank wegen der besseren Aussichten die Rückstellungen für Kreditverluste mit 1,77 Milliarden Dollar auf das niedrigste Niveau seit Anfang 2007 drücken konnte.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank of America ihr Kostensparprogramm „New Bac“ ausgerufen. Die erste Phase des Projekts sah jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Dollar vor und den Abbau von 30.000 Stellen. Nun kündigte Moynihan die zweite Phase an - mit angestrebten Kostenreduzierungen von drei Milliarden Dollar jährlich bis Mitte 2015. Im zweiten Quartal gingen die Ausgaben bereits auf 17 Milliarden Dollar zurück, von 19,1 Milliarden Dollar im Vorquartal und 22,9 Milliarden im Vorjahresquartal.

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  • Die Gewinne sind echt und werden der FED gutgeschrieben (oder den Bankern, die auch Besitzer vom Dollar sind)

    Die Verluste trugen alle die, die verdonnert wurden, amerikanische Giftpapiere kaufen zu müssen:
    - HRE
    - dt. Landesbanken

    Man sieht, Ben Bernanke hat wort gehalten:


    Androhung von Finanzterrorismus

    Im Juni 2009 antwortete der Chef der FED Ben Bernanke mit einer alarmierenden Androhung von Finanzterrorismus als er vom Abgeordneten Duncan am 25.Juni zu seiner Meinung zu der Tatsache befragt wurde, dass die Mehrheit des US-Kongresses Ron Pauls Gesetzesvorlage HR 1207 (siehe hierzu unbedingt Gesetzesentwurf HR 1207: Der Kampf um eine Prüfung der Federal Reserve Bank hat gerade erst begonnen) zum Audit der US-Notenbank unterstützt.

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    In Amerika sitzen die Ober-Bankster!

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  • das geht ganz einfach, die machens halt wie die anderen großbanken und lösen die mrd-schweren risikovorsorge auf und können somit deutlich ins plus kommen. die zahlen täuschen also. keine einzige bank ist über dem berg. es wird halt nur durch tricks den leuten weis gemacht, dass die zukunft rosarot bleibt und alles wunderbar ist. Würde es den Banken wirklich besser gehen, würde die Weltwirtschaft vor einem ganz großen Aufsschwung stehen, eher das Gegenteil ist aber der Fall.

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