Konzernumbau und Niedrigzinsen
Gewinn der LBB sinkt um ein Drittel

Die Landesbank Berlin muss sich mit einem kleineren Überschuss begnügen. Grund ist der laufende Konzernumbau. Hinzu kommen die Niedrigzinsen, die ein besseres Geschäftsresultat verhageln.
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BerlinWegen des laufenden Konzernumbaus und niedriger Zinsen hat die Landesbank Berlin zum Jahresauftakt einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das Ergebnis vor Steuern und Bankenabgabe zwischen Januar und März 2013 sank um 20 Prozent auf 73 Millionen Euro, wie das sparkasseneigene Institut am Montag mitteilte.

Bankchef Johannes Evers sprach dennoch von einem guten Start. Denn der Gewinn vor einem Jahr von 91 Millionen Euro sei stark durch „überdurchschnittlich hohe Wertaufholungen bei Wertpapierbeständen“ beeinflusst gewesen. Der Gewinn nach Steuern sank auf 45 (Vorjahr 67) Millionen Euro.

Die Landesbank Berlin (LBB) soll zu einer Hauptstadt-Sparkasse gestutzt werden, Großteile des Kapitalmarkt- und Fondsgeschäftes werden bei der Frankfurter Deka angedockt. Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hatte jüngst in einem Reuters-Interview betont, dieser Prozess könnte Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Die LBB kündigte an, die wegen des Umbaus nötigen Strukturveränderungen dürften die Ertragslage 2013 belasten. Zudem bleibe das Umfeld für die Bankenbranche schwierig - allein wegen der niedrigen Zinsen. Im ersten Quartal sank der Zinsüberschuss um knapp 30 Prozent, während der Provisionsüberschuss um 15 Prozent zulegte.

Auch andere Landesbanken wie die LBBW, die HSH Nordbank und die Helaba starteten mit Gewinnrückgängen ins Jahr. Die NordLB rutschte wegen der Schifffahrtskrise sogar in die roten Zahlen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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