Konzernumbau und Niedrigzinsen
Gewinneinbruch bei Landesbank Berlin

Im ersten Halbjahr hat sich der Gewinn der Landesbank Berlin halbiert. Grund dafür ist vor allem der laufende Konzernumbau. Allerdings ist der Vorjahreszeitraum durch besondere Umstände ein wenig passender Vergleich.
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BerlinNiedrige Zinsen und der Umbau zur Hauptstadtsparkasse haben den Gewinn der Landesbank Berlin halbiert. Das Vorsteuerergebnis fiel im ersten Halbjahr auf 49 Millionen Euro, wie das sparkasseneigene Institut am Montag mitteilte. Vor Jahresfrist hatte es noch ein Plus von 101 Millionen Euro gegeben, damals allerdings beflügelt durch überdurchschnittlich hohe Wertaufholungen im Wertpapierbestand. Die LBB wird auf die Rolle als Sparkasse für die Bundeshauptstadt reduziert, wichtige Sparten verkauft sie auf Druck ihrer Eigentümer an den Sparkassen-Fondsdienstleister Dekabank. Der Konzernumbau verläuft LBB-Chef Johannes Evers zufolge nach Plan, belastet aber spürbar das Ergebnis. Der LBB-Vorstand rechnet für 2013 mit weniger Vorsteuergewinn als im vergangenen Jahr.

Mitte Juli hatten sich die Spitzen von LBB und Deka auf Eckpunkte für den Verkauf eines Großteils des Kapitalmarktgeschäfts der LBB und ihrer Fonds-Sparte geeinigt. Zudem soll die Berlin Hyp als überregionaler Immobilienfinanzierer der Sparkassen positioniert werden. Die gesamte deutsche Sparkassengruppe, die sowohl die LBB als auch die Deka kontrolliert, will damit Doppelarbeit abbauen.

Wie der gesamten Bankbranche machte der LBB in den ersten sechs Monaten das niedrige Zinsniveau zu schaffen. Der Zinsüberschuss sank binnen Jahresfrist um ein Viertel, während der Provisionsüberschuss um ein Fünftel zulegte. Evers sprach von einem erfolgreichen Kundengeschäft. Der Gewinn nach Steuern ging jedoch auf 32 (Vorjahr: 76) Millionen Euro zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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