Korruptionsverdacht
UBS stellt chinesische Banker frei

Gefälligkeiten unter Geschäftspartnern sind in China fast schon Routine, da mischen auch ausländische Unternehmen mit: Bei der UBS-Bank könnten korrupte Routinen zwei Banker im chinesischen Geschäft nun den Job kosten.
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HongkongDie Schweizer UBS schickt Reuters-Informationen zufolge zwei Banker im Zusammenhang mit internen Korruptionsermittlungen in China in Zwangsurlaub. Joseph Chee und Sharlyn Wu seien freigestellt worden, berichtete der Reuters-Dienst IFR am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Die UBS wollte sich nicht äußern.

Die Bank untersucht derzeit, ob bei der Anstellung der Tochter eines chinesischen Unternehmenschefs alles mit rechten Dingen abgelaufen ist. In China wird immer wieder darüber berichtet, dass Banken als Gegenleistung für Geschäfte Angehörige und Freunde von Geschäftspartnern beschäftigen.

Die UBS hatte Joyce Wei angestellt, deren Vater den Verwaltungsrat des Industriekonzerns Tianhe Chemicals leitet. Tianhe will an die Börse in Hongkong gehen und dabei bis zu eine Milliarde Dollar einnehmen. IFR zufolge bemüht sich die UBS um eine Teilhabe an dem Geschäft.

Auch gegen die US-Investmentbank JP Morgan laufen Ermittlungen. Die US-Börsenaufsicht SEC prüft, ob das Geldhaus gegen Anti-Korruptionsregeln verstoßen hat, als es die Angehörigen von wichtigen chinesischen Geschäftsleuten einstellte. Joyce Wei soll Kreisen zufolge vor ihrer Zeit bei der UBS auch bei JP Morgan gearbeitet haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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