Kostensenkungen angekündigt
UBS schockt mit Gewinnwarnung

Zu Jahresanfang überzeugte die UBS mit guten Ergebnissen - doch von Trendwende keine Spur: Die Großbank schockt im zweiten Quartal mit schwachen Zahlen und schickt eine Gewinnwarnung hinterher. Nun muss sie sparen.
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ZürichDie Schweizer Großbank UBS plant nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal ein milliardenschweres Sparprogramm. „Die Maßnahmen gehen über alle Bereiche und werden unglücklicherweise auch den Abbau von Stellen einschließen“, erklärte Finanzchef Tom Naratil am Dienstag. Die Sparanstrengungen sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren 1,5 bis zwei Milliarden Franken bringen. UBS-Chef Oswald Grübel betonte, es sei mit bedeutenden Restrukturierungskosten im Laufe des Jahres zu rechnen. Einzelheiten würden im November bekanntgegeben, wenn die Bank ihren Investorentag abhalten wird.

Die größte Schweizer Bank musste infolge der Euro-Schuldenkrise im zweiten Quartal einen Rückgang des Reingewinns um 49 Prozent auf 1,01 Milliarden Franken (870 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkraften. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 36 Prozent auf 1,23 Milliarden Franken gerechnet. Die Deutsche Bank konnte dagegen ihren Nettogewinn im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erhöhen. An der Schweizer Börse gaben die UBS-Papiere zu Handelsbeginn mehr als zwei Prozent nach.

Die auf dem Investorentag 2009 gesetzten Mittelfristziele kassierte Grübel. Damals schrieb der ein gutes halbes Jahr amtierende Konzernchef der Bank einen Vorsteuergewinn von 15 Milliarden und eine Eigenkapitalrendite von 15 bis 20 Prozent auf die Fahne. Die Ziele, zu denen das Investmentbanking einen wesentlichen Beitrag liefern sollte, sollten in drei bis fünf Jahren erreicht werden.

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Investment-Banking bricht ein

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  • da hat der axel aber eine menge arbeit noch vor sich, um die schrottbude wieder auf kurs zu bringen.

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