Krankenkassen
Viele Ersatzkassen schreiben rote Zahlen

Die rosigen Zeiten scheinen vorbei: Statt Milliardengewinnen im vergangenen Jahr schreiben viele Ersatzkrassen jetzt rote Zahlen. Nur die Ortskrankenkassen können Überschüsse erzielen.
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BerlinDas vergangene Jahr haben die gesetzlichen Krankenkassen noch mit einem Überschuss von zwei Milliarden Euro abgeschlossen. Diese rosigen Zeiten scheinen trotz weiterhin günstiger konjunktureller Rahmenbedingungen vorbei. Wie das Handelsblatt (Freitagausgabe) aus Branchenkreisen erfuhr, meldeten für das erste Quartal 2014 gleich mehrere Kassen erstmals seit Jahren rote Zahlen.

Der Barmer, mit 8,6 Millionen Versicherten die zweitgrößte Kasse, fehlen 91 Millionen Euro. Die mit 1,8 Millionen Versicherten deutlich kleinere KKH muss ein Defizit von 19,8 Millionen Euro verkraften. 2,7 Millionen Euro muss die mit 340.000 Versicherten kleine HKK aus den Reserven nehmen. Am dicksten fiel das Minus bei der mit über 8,6 Millionen Versicherten größten Kasse, der Technikerkrankenkasse aus. Sie trug mit 217 Millionen Euro den größten Batzen zur Gesamtdefizit aller Ersatzkassen von 317 Millionen Euro bei. Im ersten Quartal 2013 hatte es für die Ersatzkassen noch ein Plus von 134 Millionen Euro gegeben.

Bei den 11 Ortskrankenkassen mit ihren zusammen fast 25 Millionen Versicherten dagegen langte es im ersten Quartal nach Angaben des Verbandes noch zu einem Überschuss von 150 Millionen Euro nach 450 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Die Zeiten der hohen Überschüsse sind vorbei“, kommentierte der Sprecher des AOK-Bundesverbands Kai Behrens die Entwicklung. Die Sprecherin des Ersatzkassenverbandes, Michaela Gottfried, sagte dem Handelsblatt, die Schere zwischen Beitragseinnahmen und Leistungsausgaben klaffe weit auseinander. Auch für das Gesamtjahr sind die Erwartungen eher negativ.

Kommentare zu " Krankenkassen: Viele Ersatzkassen schreiben rote Zahlen"

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  • Ohne Ahnung ist gut stänkern, oder?

    Die Rücklagen der Krankenkassen sind durch den Gesetzgeber gedeckelt auf einen Betrag, der den Ausgaben einiger weniger Wochen entspricht - und darüber hinaus gehende Überschüsse werden tatsächlich den Beitragszahlern zurückerstattet. So z.B. bei der im Artikel erwähnten Techniker Krankenkasse 80 Euro pro Nase = rund eine halbe Milliarde.

  • @ Jay7Jay
    Absolut richtig erkannt. Ich glaube sogar, daß die von Ihnen erwähnten 30 Milldr. € Rücklagen o h n e die
    gesetzlichen Rücklagen sind.
    Im Klartext, man hat noch viel mehr Geld, das eigentlich allen Beitragszahlern erstattet werden müßte.
    Aber welcher Politiker interessiert sich für solche Kleinigkeiten???

  • Naja, da haben die Kassen ja schon einen Grund dicke Sonderbeiträge ab 2015 zu erheben.
    Wenn das jammern bei denen nun schon beginnt, obwohl sie noch auf 30.000.000.000 € Beitragszahlergeld sitzen.

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