Kreditkarten-Anbieter
Visa-Aktie trotz Gewinnsprung unter Druck

Der Kreditkarten-Anbieter Visa schaffte es, den Gewinn deutlich zu steigern. Doch ein möglicher Zeitplanverzug bei der milliardenschweren Übernahme der früheren Tochter Visa Europe macht die Anleger nervös.

Foster CityTrotz eines deutlichen Gewinnanstiegs zu Jahresbeginn ist die Aktie des Kreditkarten-Anbieters Visa unter Druck geraten. Bei der milliardenschweren Übernahme der früheren Tochter Visa Europe könne der Zeitplan in Verzug geraten, teilte der US-Konzern am Donnerstag mit.

Im Geschäftsquartal bis Ende März stieg der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um zehn Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro), wie aus dem nach US-Börsenschluss vorgelegten Finanzbericht hervorgeht. Die Erlöse wuchsen um knapp sieben Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Damit übertrafen die Zahlen die Erwartungen.

Dennoch kamen die Ergebnisse am Markt nicht gut an - die Aktie fiel nachbörslich zunächst um über vier Prozent. Anleger reagierten empfindlich auf die Nachricht, dass der im November beschlossene Kauf von Visa Europe sich verzögern und möglicherweise nicht wie ursprünglich geplant abgeschlossen werden könne.

In der Mitteilung hieß es als Begründung, die Bedingungen für den 21,2 Milliarden Euro schweren Deal seien wegen Wechselkursrisiken nachverhandelt worden. Der US-Konzern hatte sich 2007 vor seinem Börsengang von seiner europäischen Sparte getrennt.

Visa verdient an den Gebühren, die bei Einkäufen mit den Kreditkarten fällig werden. Genauso wie Rivale Mastercard vergibt Visa dabei - anders als der Wettbewerber American Express - nicht den eigentlichen Kredit. Das machen zumeist Banken, die die Karten ausgeben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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