Kreditklemme

Rettungspaket für Spaniens Banken könnte verpuffen

Auch nach dem Antrag auf Bankenhilfe bleiben die spanischen Unternehmen pessimistisch. Vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen leiden unter einer Kreditklemme - und das könnte auch so bleiben.
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Demonstranten vor einer Caixa-Bank-Filiale: Die Kreditklemme für private Unternehmen könnte bleiben. Quelle: dapd

Demonstranten vor einer Caixa-Bank-Filiale: Die Kreditklemme für private Unternehmen könnte bleiben.

(Foto: dapd)

San SebastiánWissen Sie, was der Euribor ist? In Spanien weiß es jeder, auch wenn er sich nicht für Wirtschaft interessiert. Denn der Euribor bestimmt mit, wie hoch die Zinsen für Kredite sind - auch für die Immobilienkredite, die die Spanier in den vergangenen Jahren exzessiv aufgenommen haben.

Der Euribor ist der Zins, zu dem sich die spanischen Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld leihen können, wenn sie für ihre täglichen Geschäfte nicht flüssig genug sind. Am Euribor liegt es jedoch nicht, dass die Banken derzeit keine Kredite vergeben, denn er sinkt bereits seit Monaten.

Vielmehr sind es die Banken selbst, die auf den Euribor hohe Zinsen aufschlagen - wenn sie überhaupt noch Kredite vergeben. Doch nicht nur Privatpersonen haben es schwer, sich Geld zu leihen. Laut den aktuellsten Zahlen der spanischen Zentralbank sind die Kredite an den gesamten privaten Sektor, also auch an Unternehmen, im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut zurückgegangen - diesmal um vier Prozent.

Besonders hart trifft es die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in Spanien so genannten Pyme (Pequeña y Mediana Empresas). Dabei sind sie, wie in so vielen Volkswirtschaften, das Rückgrat der Wirtschaft des Landes. Sie machen laut Schätzungen 99 Prozent der Unternehmen im Land aus und stellen 80 Prozent der Arbeitsplätze.

Die Unternehmen bekommen immer seltener Kredite, obwohl sie sie gerade jetzt gut gebrauchen könnten. Nach Angaben des größten spanischen Verbandes der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Spanien, Cepyme, sind die Kredite und Darlehen an Unternehmen in der Größenordnung unter einer Million Euro seit der Krise um 56 Prozent zurück gegangen. „Sie geben dir keinen Kredit, selbst wenn du der Neffe des Bankdirektors bist, und erst recht keinen günstigen“, sagt Jesús Terciado, der Vorsitzende von Cepyme.

Abhilfe schaffen will die Regierung mit dem am Montag offiziell bei der EU geforderten Rettungspaket für ihre Banken. „Wir bitten um diesen Kredit, um starke Finanzinstitute zu haben, die in der Lage sind, Kredite an Familien und Unternehmen zu vergeben. Das ist der einzige Grund, es gibt keinen anderen“, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos.

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  • Wie man sieht,die Banken wollen und können nicht,weil Sie gezockt haben.Der Staat und die EU sollte endlich über staatliche Investitionsbanken Geld an die Wirtschaft ausleihen.Ohne die Banken einzuschalten,,die sich dann nur stur stellen,um wenn überhaupt zu überteuerten Zinsen Geld auszuleihen.So handhaben es die Banken ja auch bei uns.Über staatliche Investitions-Banken könnte dem Mittelstand geholfen werden.Nochmals - OHNE die Banken zwischenzuschalten.Die sollen sich erst mal darauf besinnen,wofür sie dasein sollten.Jedenfalls nicht fürs Zocken.In dem Fall wo der Staat die Banken eibezieht,werden Diese das Geld für eigene Zwecke verwenden.

  • Auch die Spanische Regierung lügt wie gedruckt.Wewr sollden daran glauben,das die Banken wieder Krdite vergeben,Die Banken müssen erst mal auf Vordermann gebracht werden,wie in Island,Irland und zT.auch in Deutschland.
    Für die Kreditvergabe sollte nicht nur in Spanien der Staat mit Investitions-Banken sorgen.Denn auf die Banken ist kein Verlass.Die denken nur an sich.Wie es der Wirtschaft geht,vor allem den Mittelständlern,die auch in Spanien das Rückgrad de Landes bilden ist Denen egasl.Haupsache persönlichen Einnahmen stimmen.

  • Unser Risiko ist aktuell die unsichere Lage in Europa bzw. der Wirtschaft. Die Wirtschaft in Deutschland an sich funktioniert ja noch ganz gut, aber die Politiker mit ihren Wahnsinn von Gelddrucken und Banken beschenken reißen alles in den Abgrund, so mein Gefühl. Über kurz oder lang platzt nur die nächste Blase oder wie man sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt!
    Man sieht ja das Problem eigentlich deutlich bzw. die Fakten sprechen für sich, auch wenn erstaunlicher weise die Menschen in Europa den Politikern noch vertrauen.
    Aber nach drei Jahren , jetzt im vierten Jahr, Finanzkrise mit immer gleichen unsinnigen Aktionen, sieht man ja, dass es immer schlechter wird statt besser. Immer mehr Bankensysteme knicken zusammen und man läßt ja nichts sterben, weil anscheinend alles was Bank heißt in den Augen der Politiker systemrelevant ist (totaler Blödsinn). Aber wenn Frau Merkel Herrn Ackermann zum Geburtstag einlädt ist ja alles gesagt..
    Spanien will das Geldgeschenk auch nur um Banken zu retten, die niemand braucht. Besser wäre es wohl das Geld direkt in die Wirtschaft/Landwirtschaft/Umweltschutz zu stecken, und mal wieder echte Werte zu schaffen.

  • Nichts verpufft, weil nichts verpuffen kann. Es fliesst schnurstracks auf die Konten der Finanzoligarchen Rothschild & Co, das ist seit Jahrhunderten so und KANN sich auch nicht aendern, solange man das ganze geldsystem nicht aendert! Nur wer sollte das tun und wieso, von denen die die Macht in der Hand haben?

  • Doch man kann Spekulieren und die Spekulation dass nichts Entschidendes passiert hat sicher eine Prognose nahe 100%!

  • Das wird ja immer lächerlicher! In Blick in die Kommentare der Benutzer zeigt, dass dies schon vor Wochen ganz klar beschrieben wurde.

    Natürlich werden die Rettungspakete verpuffen! Und nicht nur die für Spanien, sondern ALLE! Egal wie viel Billionen - es sind nur temporäre Lückenstopfer, die Zinslasten steigen exponentiell weiter an. Selbst wenn wir den 72 Stunden Tag einführen, wird der Zusammenbruch nur minimal hinausgezögert.

    Das ganze dient nur noch der Ausbeutung durch die Banken, auch noch den letzten Rest aus den Staatskassen zu erpressen. Ist denen doch egal, das bei die Wirtschaft zusammenbricht und die Bürger alles verlieren.


  • Allein die Überschrift :"Rettungspaket für Spaniens Banken könnte verpuffen" ist unterirdisch und einer Zeitung mit Anspruch unwürdig. Guter Journalismus sollte sich an Fakten halten und objektiv berichten. Die Verwendung des Konjunktivs ist BILD Niveau.

    Es bringt auch nichts und niemanden weiter, verunsichert bestenfalls den Leser. Schlimmstenfalls verursacht es das Problem erst. Man kann Probleme auch herbeireden.

    Es könnte eben morgen auch ein große Fels aus dem All auf Europa fallen und alles Leben auslöschen. Es könnte eine große Flutwelle über NewYork hinwegschwappen und die Wallstreet überschwemmen, es könnte auch nur intellenz über das Volk kommen und es werden nur noch Politiker gewählt die das Land nach vorn bringen. Es könnte so viel passieren oder es könnte eben auch nichts passieren. Darüber zu spekulieren was passieren könnte sollte man den Fachleuten mit der Glaskugel auf dem Jahrmarkt überlassen.

  • KÖNNTE :D *lach* Komisch oder? Sogar die dümmsten Stammtischdeppen sind kompetenter als diese gesamte Politik der EU.

  • Was heißt hier "könnte"? Es wird. Wie alle vorher auch. Wer die Fehlkonstruktion nicht löst, der wird immer weiter retten müssen.

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