Krise in der Ukraine
Raiffeisen Bank International baut ab

Die Krise in der Ukraine macht Raiffeisen Bank International zu schaffen: RBI will sich von Geschäftsteilen trennen. Auch das Russland-Geschäft sei betroffen. Ein Verkauf der russischen Tochter sei jedoch kein Thema.
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BerlinDie Raiffeisen Bank International (RBI) will sich zur Stärkung ihres Kapitalpuffers von Geschäftsteilen trennen. Das Geldhaus plant nach eigenen Angaben vom Mittwoch eine Verringerung der risikogewichteten Aktiva (RWA) von mindestens 20 Prozent. Damit setze die RBI ihren Kurs um, sich auf strategisch relevante, nachhaltig profitable Bereiche zu konzentrieren.

Der Abbau der RWA werde auch das Russland-Geschäft der RBI-Gruppe betreffen. Es würden jedoch keine Gespräche über einen Verkauf der russischen Tochterbank geführt.

Trotz erwarteter erhöhter Wertberichtigungen rechnet die RBI auch für 2015 in Russland mit einem positiven Ergebnis. Der Gewinn nach Steuern 2014 des Segments Russland werde deutlich über 300 Millionen Euro liegen. In Russland hatte das Institut zuletzt einen großen Teil seines Überschusses erwirtschaftet.

Ende 2014 betrug die harte Kernkapitalquote der Raiffeisen Bank International rund zehn Prozent nach 10,2 Prozent Ende September. Die Eigenmittelquote beträgt über 15 Prozent. Die RBI erfülle somit sämtliche regulatorische Kapitalerfordernisse komfortabel. Es sei keine Kapitalerhöhung geplant.

Die RBI wird nach eigenen Angaben am 9. Februar 2015 die geplanten Maßnahmen gemeinsam mit den vorläufigen ungeprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 bekanntgeben.

Die RBI ist auch in der Ukraine vertreten und besitzt dort mit der Tochter Aval eine der größten Banken des Landes.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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