Kunden Ungenügend aufgeklärt
UBS muss Bußgelder wegen Lehmann-Produkten zahlen

Die Schweizer Großbank UBS hat seine Kunden beim Verkauf von Lehmann-Produkten nicht hinreichend aufgeklärt. Deshalb muss sie jetzt elf Millionen Dollar Bußgeld zahlen.
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New York

UBS muss wegen ungenügender Aufklärung von US-Kleinkunden über Risiken von strukturierten Produkten der Investmentbank Lehman fast elf Millionen Dollar zahlen. Die Schweizer Großbank stimmte Angaben des Handelsregulators Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) vom Montag zufolge einer Bußgeldzahlung von 2,5 Millionen Dollar zu. Zudem muss die Bank den Kunden 8,25 Millionen Dollar rückerstatten. Mit dem Vergleich anerkennt die UBS kein Fehlverhalten, bestreitet es aber auch nicht.

Zwischen März und Juni 2008 verkaufte die UBS sogenannte kapitalgeschützte Notes im Wert von 16,2 Millionen Dollar an 764 Konten und nahm damit Gebühren und Kommissionen von 228.630 Dollar ein. Die Besitzer der Konten wollten nur kleine oder moderate Risiken eingehen. Im September 2008 meldete Lehman Gläubigerschutz an. Der größte Konkursfall der US-Geschichte machte die strukturierten Produkte praktisch wertlos.

Der FINRA zufolge versäumte es die UBS, das Kreditrisiko des Emittenten, in diesem Fall Lehman, hervorzuheben. Zudem habe die Bank ihre Broker nicht richtig darauf hingewiesen, dass eine Ausweitung der Handelsspannen von Kreditabsicherungen die finanzielle Stärke von Lehman beeinflussen könnte. Die UBS Broker "verstanden nicht einmal die komplexen Produkte, die sie verkauften", erklärte der FINRA-Verantwortliche Brad Bennett.

Eine UBS-Sprecherin erklärte, die Bank sei befriedigt, dass der Fall beigelegt werde. Sie fügte an, dass eine Mehrheit der Verkäufe von Lehman-Kapitalschutzprodukten korrekt ausgeführt worden sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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