Kundendaten auf CD
HSBC Trinkaus im Visier der Steuerfahnder

Was für ein Schlag für das Image der Privatbank HSBC Trinkaus: Die Steuer-CD enthält überwiegend Daten von Kunden des Instituts. Fahnder suchen nach den Helfern der Steuersünder.

DüsseldorfDas Düsseldorfer Bankhaus HSBC Trinkaus gerät durch die neue Steuer-CD zusehends unter Druck. Nach Handelsblatt-Informationen sind auf der CD überwiegend Daten von Kunden von HSBC Trinkaus gespeichert. Bislang war unklar, ob die CD nicht deutsche Kunden der britischen Bank HSBC betrifft.

Nach Angaben von Ermittlern handelt es sich aber vorwiegend um Trinkaus-Kunden. Die Staatsanwaltschaft Bochum und Ermittler der Steuerfahndung sind zudem auf der Suche nach möglichen Helfern von Steuersündern. Nach Informationen des Handelsblatts suchen die Fahnder gezielt nach Belegen für eine Beihilfe zur Steuerhinterziehung auch durch HSBC-Trinkaus.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum wollte die Informationen nicht kommentieren. Ein Sprecher von HSBC Trinkaus sagte, man habe keine Informationen zu Ermittlungen über Kunden des Hauses oder die Bank selbst. Die Bank leiste keine Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Bei vorangegangenen Verfahren über Steuer-CDs knöpften sich die Behörden gleich die Deutschland-Töchter der betroffenen Banken mit vor und ermittelten wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung - auch gegen Verantwortliche der Banken. Sowohl die Schweizer Banken Julius Bär und Credit Suisse als auch die liechtensteinische LGT Bank konnten Verurteilungen nur durch millionenschwere Strafzahlungen vermeiden.

Auf der CD mit Kundendaten, die das Land NRW vor einigen Monaten aus Luxemburg erworben hat, sind rund 3000 Datensätze über Bankkunden. Ermittler rechnen mit rund 1000 Steuerverfahren.

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HSBC Trinkaus im Visier der Steuerfahnder

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Verbindung zwischen Finck und Trinkaus

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