Kundengeschäft: Commerzbank sieht Filialschließungen der Konkurrenz als Chance

Kundengeschäft
Commerzbank sieht Filialschließungen der Konkurrenz als Chance

Die Commerzbank baut derzeit ihr Privatkundengeschäft um. Sie will beispielsweise davon profitieren, wenn andere Banken ihre Filialen schließen. Dann stehe sie gerne deren Kunden zur Verfügung, heißt es.
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FrankfurtDie Commerzbank will von Filialschließungen anderer Banken profitieren. „Wenn andere Banken ihre Erreichbarkeit regional zurückfahren, stehen wir deren Kunden mit unseren Filialen gern zur Verfügung“, sagte der Bereichsvorstand Privatkunden, Michael Mandel in einem Interview mit Handelsblatt Live, der digitalen Tageszeitung. Der Rückzug anderer Banken aus der Fläche könne der Commerzbank bei ihrem Wachstumskurs helfen.

In Finanzkreisen hieß es zuletzt, die HypoVereinsbank wolle die Hälfte ihrer Zweigstellen schließen. Um Kunden wie diese will Mandel gezielt werben. „Wir können uns vorstellen, an den entsprechenden Standorten unsere Marketingaktivitäten auszuweiten“, sagte er. Für das eigene Haus schloss er eine Rückzugstrategie aus. „Jede Filiale, die wir schließen, kostet uns Erträge“, so Mandel.

Mit den Entwicklungen im Privatkundengeschäft zeigte er sich zufrieden. Bis Ende Oktober habe die Bank mehr als 200.000 Konten dazugewonnen. Und seit die Commerzbank unterschiedliche Depotvarianten anbiete, tue sich auch da etwas. „Wir gewinnen neue Assets“, sagte Mandel.

Die Commerzbank baut derzeit ihr Privatkundengeschäft um. Dazu testet die Bank unterschiedliche Filialmodelle, um das Zweigstellennetz effizienter zu machen. Ziel der Bank ist es, das bislang wenig ertragreiche Privatkundengeschäft profitabler zu machen. In den ersten neun Monaten 2013 hatte die Bank in der Sparte operativ 165 Millionen Euro verdient. Ursprünglich hatte sie für das Gesamtjahr nur mit einer schwarzen Null gerechnet.

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