Kundenvertrieb wird ausgebaut Helaba verbessert das Ergebnis

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat 2004 mit Kostensenkungen und einem guten operativen Geschäft ihr Ergebnis verbessert. Im Übernahmepoker um die Frankfurter Sparkasse (Fraspa) soll es zudem offenbar in Kürze zu einer Einigung kommen.

HB FRANKFURT. Helaba-Bankchef Günther Merl sagte am Mittwoch in Frankfurt, das vorgelegte Kaufangebot sei fair und angemessen. „Ich bin zuversichtlich, dass auf der Basis dieses Angebotes die Gespräche mit den Eigentümern der Fraspa zu einem für beide Seiten positiven Abschluss gebracht werden können.“ Die Offerte bestehe aus einer Barkomponente und einer Kapitalerhöhung. Zudem würden die Fraspa-Eigner - die Stadt Frankfurt und der Bürgerverein Polytechnische Gesellschaft - noch fünf Jahre am wirtschaftlichen Erfolg von Hessens größter Sparkasse beteiligt.

Zuletzt hatte die Polytechnische Gesellschaft mitgeteilt, die Gespräche seien durch die Erhöhung der Offerte auf einem guten Weg. In verhandlungsnahen Kreisen wird mit einem Abschluss in den Wochen nach Ostern gerechnet.

Merl ergänzte, Helaba und Fraspa verfügten über sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle - Großkundengeschäft einerseits, Massengeschäft andererseits. Im Vordergrund des Zusammengehens stünden daher nicht Kosten-, sondern Ertragssynergien, sagte Merl. „Wir bieten kein Konzept, das Kapazitäten und Arbeitsplätze vernichtet.“ Nach Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen hat die Helaba gut 700 Mill. € geboten und eine Kapitalerhöhung über rund 200 Mill. € zugesagt. Der Besserungsschein liegt den Kreisen zufolge bei 50 bis 60 Mill. €.

Im vergangenen Jahr hat die Landesbank trotz operativer Fortschritte nur einen stagnierenden Gewinn erzielt. Belastend wirkten sich höhere Steuern aus. Der Überschuss lag 2004 wie im Jahr zuvor bei 78,6 Mill. €. Davon hat die Bank wenige Monate vor dem Wegfall der staatlichen Haftungsgarantien 50 Mill. € in die Gewinnrücklagen überführt. Aus dem restlichen Gewinn soll eine Dividende an die Eigentümer gezahlt werden.

Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge - also der operative Gewinn - stieg 2004 um gut 28 % auf 126,7 Mill. €. Allerdings erhöhte sich auch die Steuerbelastung. Der Fiskus erhielt Steuern in Höhe von 48,1 Mill. €, knapp 72 % mehr als im Vorjahr. Die Helaba als Einzelinstitut ist für rund 80 % der operativen Erträge und über 90 % der Bilanzsumme des Helaba-Konzerns verantwortlich.

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