Landesbank Berlin: LBB bekundet Interesse an West-LB-Tochter Readybank

Landesbank Berlin
LBB bekundet Interesse an West-LB-Tochter Readybank

Trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr rechnet die Landesbank Berlin in naher Zukunft mit steigenden Profiten. Eine Übernahme der WestLB-Tochter Readybank soll dabei helfen.
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Berlin

Bei der Landesbank Berlin (LBB) ist der operative Gewinn im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 317 Millionen Euro um vier Prozent unter dem Niveau von 2009, wie das sparkasseneigene Institut am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieb der Überschuss mit 265 Millionen Euro stabil.

Die Anteilseigner sollen davon mit einer Dividende von erneut 14 Cent profitieren. Für dieses Jahr erwartet der Vorstand, "die positive Entwicklung im operativen Geschäft fortsetzen zu können". Das Ergebnis vor Steuern soll in den nächsten zwei Jahren sukzessive gesteigert werden, auch wenn das Branchenumfeld schwierig bleibe.

Das vergangene Jahr habe für Banken "einige tiefe wirtschaftliche Schlaglöcher gehabt", sagte LBB-Chef Johannes Evers. "Auch wir sind nicht ganz so schnell gefahren, wie wir ursprünglich wollten." Das Ergebnis zeige aber, dass der Konzern ein "geländegängiges Fahrzeug" sei. Die konservative Risikopolitik habe sich bewährt. Neben der geplanten Dividendenausschüttung sollen 138 Millionen Euro in die Rücklagen gehen. Die einst mehrheitlich landeseigene LBB war 2007 von der Sparkassengruppe gekauft worden. Noch 1,34 Prozent der Anteile sind in Streubesitz.

Evers betonte, dass sich die LBB als Dienstleister aller deutschen Sparkassen sehe und sich zu ihrer "Verbundbank" entwickeln wolle. Am 1. Juni soll das Gemeinschaftsunternehmen "S-Kreditpartner" für Auto- und Konsumentenkredite starten, das die LBB mit der Deutschen Leasing gegründet hat. Am geplanten zweiten Stresstest der europäischen Banken will sich die LBB beteiligen. Bei der ersten Runde im Sommer 2010 hatte sie als bestes deutsches Institut abgeschnitten. Die neue Bankabgabe dürfte wohl mit rund 30 Millionen zu Buche schlagen.

Operativ legte das Privatkundengeschäft mit der Berliner Sparkasse 2010 um 76 Millionen auf 149 Millionen Euro Gewinn vor Steuern zu.

Unter dem Strich wurden 34.000 Girokonten hinzugewonnen, die nicht kostenlos angeboten werden. Der Bestand an Kreditkarten erhöhte sich auf 2,1 Millionen. Auch das Firmenkundengeschäft wuchs. Im Konzern sank der Zinsüberschuss um 16 Prozent auf 725 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss stieg um fünf Prozent auf 274 Millionen Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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