Landesbank Berlin
Sparkassen müssen 850 Millionen Euro abschreiben

Schock für die Sparkassen: Die Institute müssen eine Abschreibung von 850 Millionen Euro auf den Wert der Landesbank Berlin vornehmen. Der neue Präsident Fahrenschon muss gleich eine Krise bewältigen.
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BerlinDie Sparkassen müssen wegen der Schuldenkrise eine Abschreibung von 850 Millionen Euro auf den Wert der Landesbank Berlin vornehmen. Das teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband am Donnerstag mit. Die Landesbank schlage sich zwar besser als vergleichbare Institute, könne sich der Entwicklung auf den Kapitalmärkten aber nicht ganz entziehen.

Die Sparkassen hatten die Landesbank 2007 für 5,5 Milliarden Euro vom Land Berlin gekauft. Die Abschreibung entspricht etwa 15 Prozent davon. Sie werde am 31.12. vollzogen, hieß es. Schon Ende vergangenen Jahres hatte die Erwerbsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe etwa 430 Millionen Euro auf die Landesbank Berlin Holding AG abgeschrieben.

Die Schuldenkrise hatte die Landesbank Berlin in den ersten neun Monaten 2011 in die Verlustzone gedrückt. Die Bank verbuchte ein Minus von 28 Millionen Euro sowohl vor als auch nach Steuern. Grund dafür waren erhöhte Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen. Für das Gesamtjahr ging die Landesbank bei der Vorlage der Zahlen im November von einem ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern aus.

„Die auch im sehr schwierigen Jahr 2011 soliden Ergebnisse in den Kundengeschäftsfeldern der Landesbank Berlin sprechen dafür, dass die Landesbank Berlin bald wieder auf die Erfolgsspur zurückkehrt“, teilte der Sparkassenverband am Donnerstag mit, der die hohe strategische Bedeutung des Instituts für die Sparkassen hervorhob.

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Effizientere Strukturen schaffen

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  • So schwierig kann der Job als Sparkassenpräsident nicht sein - selbst unser extrem talentierter ex-Außenminister Hotte K. hat das hingekriegt.

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