Landesbank Berlin
Sparkassen-Präsident kündigt „klaren Schnitt“ an

Die Landesbank Berlin wird für die Sparkassen ein immer teureres Geschäft. 2007 hatten sie das Institut gekauft. Die Feierlaune von damals ist schon lange dahin. Georg Fahrenschon rechnet mit neuen Abschreibungen.
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BerlinDie Übernahme der Landesbank Berlin (LBB) vor sechs Jahren kommt die Sparkassen immer teurer zu stehen. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, bereitet die einzelnen Institute in einem aktuellen Schreiben auf „neue, nicht unerhebliche Abschreibungen“ vor. Einen entsprechenden Bericht des Handelsblatts bestätigte ein Verbandssprecher am Freitag.

Die LBB erwartet demnach 2013 einen Verlust. Zudem sei in den nächsten drei Jahren nicht mit einer Dividende der LBB zu rechnen, auch eine Stille Einlage könne nach derzeitigem Stand nicht bedient werden, schreibt der frühere bayerische Finanzminister Fahrenschon.

Er fordert in dem Schreiben „einen klaren Schnitt“. Einige Sparkassen rechnen offenbar damit, ihre Anteile an der LBB um bis zu 95 Prozent vom ursprünglichen Wert abschreiben zu müssen – der Verband bestätigte diese Angabe nicht.

Gut 400 deutsche Sparkassen hatten die LBB 2007 vom Land Berlin für zusammen 5,5 Milliarden Euro gekauft. 2010 schrieben sie 430 Millionen Euro vom Wert ihres Investments ab, ein Jahr später 850 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte das die Landesbank immerhin wieder einen Gewinn erwirtschaftet.

Die LBB steckt nun mitten in einem Umbau. Sie soll zur Sparkasse Berlin werden, jeder sechste der 5700 Arbeitsplätze fällt in den nächsten vier Jahren weg. Das Fonds- und Kapitalmarktgeschäft ist bereits zur Dekabank, dem Zentralinstitut der Sparkassen, übergegangen. Fahrenschon will den Umbau nun schnell beenden. Der LBB-Vorstand soll bis Anfang November eine Mittelfristplanung vorlegen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • einfach ex-vorstand hans - jörg vetter,jetzt chef der LBBW , und norbert essing googeln ,dann kann man sich ein bild über die seriosität des feinen herrn vetters machen

    so läufts halt ,wenn hofhaltung konzeptionelles arbeiten und zielgerichtetes agieren in den märkten ersetzt und die zahlen mehr geschüttelt und gewürfelt werden als bilanziert.

    die s c h w a b e n geben jetzt halt die preußen und machen erfahrungen.

    is essing noch im steuergeldeinsatz oder wurde er mit steuergeldern teuer abgefunden

    wie man bettelt so lügt mann....

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