Landesbank
Helaba ist mit leichtem Gewinnrückgang zufrieden

Die Landesbank Helaba kämpft wie viele andere Banken mit rekordniedrigen Zinsen, die den Gewinn schmälern. Dennoch hat das Institut deutlich besser abgeschnitten als Anfang des Jahres geplant.

FrankfurtDie Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist wegen rekordniedriger Zinsen und höherer regulatorischer Kosten mit etwas weniger Gewinn ins Jahr gestartet. Das Vorsteuerergebnis fiel im ersten Quartal um zwei Prozent auf 138 Millionen Euro. Das Frankfurter Institut habe damit allerdings deutlich besser abgeschnitten als Anfang des Jahres geplant, sagte Helaba-Chef Herbert Hans Grüntker am Mittwoch.

Das mittel- und langfristige Neugeschäft, das um neun Prozent auf 4,7 Milliarden Euro anstieg, bewege sich weiter auf hohem Niveau.

Mit ihrem Vorsteuergewinn schnitt die Helaba von Januar bis Ende März deutlich besser ab als die größeren Konkurrenten LBBW und Bayern LB, die auf 70 beziehungsweise 91 Millionen Euro kamen. Beide hatten wegen Niedrigzinsen und höherer regulatorischer Kosten einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.

Auch bei der Helaba ging der Zinsüberschuss um elf Prozent auf 301 Millionen Euro zurück, weil immer mehr höher verzinste Anlagen und Kredite auslaufen. Zudem verbuchte die Bank die Abgaben an Verbände sowie für die Einlagensicherung von Sparkassen und Landesbanken erstmals voll im ersten Quartal. Auch für ausfallgefährdete Kredite legten die Hessen mehr Geld zurück als vor Jahresfrist. Auf der anderen Seite profitierte die Bank von Bewertungsgewinnen bei Derivaten.

Der seit Oktober amtierende Vorstandschef Grüntker hatte die Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre wegen der Niedrigzinsen bereits bei der Bilanzpressekonferenz im März gesenkt. Die Einbußen auf der Zinsseite ließen sich nicht mehr durch die Vergabe von mehr Krediten oder durch mehr Provisionen wettmachen. 2016 geht Grüntker deshalb weiter von einem Vorsteuerergebnis „spürbar“ unter dem Vorjahrswert von 596 Millionen Euro aus. „Wir bleiben bei unserer vorsichtigen Prognose. Die aktuelle geopolitische und ökonomische Entwicklung verunsichert die Märkte und führt zu hoher Volatilität.“

Ihren Kapitalpuffer baut die Bank derweil weiter aus. Die harte Kernkapitalquote bei voller Umsetzung der härteren Basel-III-Regeln kletterte leicht auf 13,3 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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