Landesbank Hessen-Thüringen
Helaba bleibt trotz Gewinnsprung vorsichtig

Die Übernahme des WestLB-Sparkassengeschäfts zahlt sich für die Helaba aus: Die Landesbank verbucht steigende Gewinne. Die Kosten der Integration und die schwelende Schuldenkrise dämpfen allerdings die Zuversicht.
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FrankfurtDie Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bleibt trotz eines Gewinnsprungs im ersten Halbjahr vorsichtig. Zwar lief das Geschäft vor allem mit Sparkassen und Firmenkunden besser als ein Jahr zuvor, wie das Institut am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Zudem lasse die konjunkturelle Belebung einen weiteren Aufwärtstrend im operativen Geschäft erwarten.

„Dieses gute Zwischenergebnis verleitet mich mit Blick auf die Jahresprognose dennoch nicht zu übertriebenem Optimismus“, erklärte Vorstandschef Hans-Dieter Brenner. Insgesamt erwarte er für das Gesamtjahr 2013 ein Ergebnis, „das nicht ganz an das Rekordergebnis des Vorjahres herankommen dürfte“. Die schwelende Euro-Schuldenkrise könnte zu neuen Belastungen an den Märkten führen.

Nach sechs Monaten standen 336 (Vorjahreszeitraum: 288) Millionen Euro Vorsteuergewinn in den Büchern, der Überschuss stieg auf 230 (194) Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2012 war das Vorsteuerergebnis auf den Rekordwert von 512 (492) Millionen Euro geklettert, unter dem Strich hatte sich der Gewinn wegen gestiegener Steuerbelastungen um knapp 20 Prozent auf 318 Millionen Euro verringert.

Das Geschäft mit den Sparkassen in Nordrhein-Westfalen habe sich in allen Feldern deutlich belebt, erklärte das Institut. Die Helaba hatte im vergangenen Sommer das WestLB-Sparkassengeschäft übernommen und betreut seither bundesweit 40 Prozent aller Sparkassen.

Brenner wies jedoch darauf hin, dass die Kosten der Integration der NRW-Verbundbank die Helaba auch im weiteren Jahresverlauf belasten werden. Im ersten Halbjahr stieg der Verwaltungsaufwand um 116 Millionen Euro auf 627 Millionen Euro - vor allem wegen der Übernahme von mehr als 400 Mitarbeitern der einstigen WestLB. Mehrheitseigentümer der Helaba sind die Sparkassen in Hessen und Thüringen mit knapp 69 Prozent.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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