Landesbank
HSH Nordbank sieht keine Probleme beim Stresstest

Vor dem Stresstest der Europäischen Zentralbank fürchtet sich die HSH Nordbank anscheinend nicht. Dafür braucht das Geldunternehmen wohl auch keine weiteren Hilfen: „Wir haben Gürtel und Hosenträger.“
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FrankfurtDie HSH Nordbank sieht sich gut gerüstet für den anstehenden Stresstest durch die Europäische Zentralbank (EZB). „Wir haben unser Kapital in Antizipation dessen, was kommt, gestärkt und sind damit gut aufgestellt“, sagte HSH-Chef Constantin von Oesterreich der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag in Frankfurt. Weitere Hilfen der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, die Haupteigner der kriselnden Landesbank sind, seien deshalb nicht nötig. „Wir haben Gürtel und Hosenträger“, betonte von Oesterreich.

Um die Landesbank zu stabilisieren, haben Hamburg und Schleswig-Holstein ihre Staatsgarantien für die Bank in diesem Jahr von sieben auf zehn Milliarden Euro wieder aufgestockt. Die EU-Kommission genehmigte dies vorläufig und prüft nun, inwieweit dies im Einklang mit den Beihilfevorschriften steht. Die HSH Nordbank leidet so stark wie kein anderes deutsches Kreditinstitut unter der Krise der Schifffahrt, die mit Überkapazitäten und hohen Treibstoffkosten zu kämpfen hat. „Ich gehe weiterhin nicht davon aus, dass sich die Lage vor Ende 2014 verbessern wird“, sagte von Oesterreich.

Die HSH ist dabei, ihr riesiges Schifffahrtsportfolio abzubauen, und verkauft Teile davon auch an Investoren weiter. Derzeit verhandle die Hamburger Bank über zwei weitere Geschäfte, mit denen das Schiffsengagement um mehrere hundert Millionen Euro gedrückt werden könne, sagte von Oesterreich. Mit den Preisen der Geschäfte, die vermutlich erst 2014 abgeschlossen werden sollen, zeigte er sich zufrieden. „Es ist immer ein Element der Spekulation dabei, aber die Leute schießen diese Schiffe nicht billig.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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