Landesbank
LBBW verdient mehr und wirft Ballast ab

In der Finanzkrise musste die Landesbank Baden-Württemberg noch mit Milliardenhilfen gerettet werden. Mittlerweile kann das Institut seine Altlasten aber beseitigen. Doch der nächste Härtetest steht bevor.
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StuttgartFünf Jahre nach ihrer staatlichen Rettung macht die Landesbank Baden-Württemberg einen Haken hinter ihren tiefgreifenden Umbau. Die Auflagen, die das Institut wegen der Staatshilfen von der EU aufgebrummt bekam, habe die Bank übererfüllt, sagte LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter am Donnerstag in Stuttgart. Die Risiken seien weitgehend abgebaut. „Wir glauben, dass wir jetzt ordentlich aufgestellt sind.“ Die LBBW, die sich vor der Finanzkrise mit riskanten Papieren verzockte, konzentriert sich seit 2009 vor allem auf die Betreuung von Unternehmen, Privatkunden und Sparkassen in der Region.

Mit diesem Geschäftsmodell kehrte die Bank 2011 wieder in die schwarze Zahlen zurück und schreibt seitdem Gewinne. Im vergangenen Jahr stieg der Betriebsgewinn um fünf Prozent auf 726 Millionen Euro – vor allem dank der guten Entwicklung des Kapitalmarktgeschäfts. Unter dem Strich ging der Gewinn dagegen um 15 Prozent auf 337 Millionen Euro zurück, weil das Geldhaus 2012 kaum Steuern bezahlt hatte.

Gegenwind verspürte die LBBW im abgelaufenen Jahr - wie andere Institute - im Firmenkundengeschäft. Die Kreditnachfrage sei verhalten gewesen und auch das niedrige Zinsniveau habe die Ergebnisse belastet, sagte Vetter. Zudem hat sich die Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite mehr als verdoppelt auf 310 Millionen Euro. Das sei aber noch weniger als der langjährige Durchschnitt von 450 Millionen Euro, sagte Vetter.

Deutliche Fortschritte macht die Bank dagegen beim Schrumpfen, zu dem sie sich 2009 verpflichtet hatte. Die Bilanzsumme wurde seither um 174 Milliarden auf 274 Milliarden Euro abgebaut - versprochen hatte die Bank der EU laut Vetter einen Rückgang um 125 Milliarden Euro. Auch mit Beteiligungsverkäufen von über vier Milliarden Euro habe die LBBW mehr abgestoßen als verlangt.

Zudem wurden 2500 Stellen abgebaut, so dass die größte deutschen Landesbank jetzt noch gut 11.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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