Landesbank LBBW will SachsenLB-Nachfolger auflösen

Die Landesbank Baden-Württemberg will den SachsenLB-Nachfolger auflösen. Ähnliche Überlegungen gibt es offenbar für die Rheinland-Pfalz Bank. Mit der Auflösung endet für die LBBW das Kapitel Finanzkrise endgültig.
Update: 19.01.2018 - 20:31 Uhr Kommentieren
Die ehemalige Zentrale der damals einzigen ostdeutschen Landesbank in Leipzig. Quelle: Reuters
SachsenLB

Die ehemalige Zentrale der damals einzigen ostdeutschen Landesbank in Leipzig.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will die Sachsen Bank – den Nachfolger der in der Finanzkrise übernommenen SachsenLB – auflösen. Ein Sprecher der LBBW bestätigte am Freitag einen entsprechenden Medienbericht. Das Institut hatte sich mit US-Hypothekenkrediten verspekuliert und musste gerettet werden. Die LBBW übernahm die von der Schließung bedrohte ostdeutsche Landesbank 2007.

An der Geschäftsstrategie der LBBW und an den sechs Standorten der Sachsen Bank ändere sich nichts, sagte der Sprecher. Der Name Sachsen Bank verschwindet aber. Für die Rheinland-Pfalz Bank, die ehemalige Landesbank Rheinland-Pfalz, die bereits 2005 von der LBBW geschluckt worden war, gibt es laut „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ ähnliche Überlegungen.

Mit der für Ende März geplanten rechtlichen Auflösung der Sachsen Bank endet für die LBBW das Kapitel Finanzkrise. Bereits vor einigen Wochen hatten die Stuttgarter mitgeteilt, dass die in der Zweckgesellschaft Sealink Funding gebündelten faulen Wertpapiere der SachsenLB nahezu vollständig an internationale Investoren verkauft werden konnten.

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