Landesbank
NordLB stellt sich auf faule Kredite ein

Vor allem das Portfolio mit Schiffen macht der NordLB zu schaffen. Darum stellt die Landesbank Mittel dafür zurück. Das gute Ergebnis aus 2011 werde darum auch nicht wiederholt, heißt es bei der NordLB.
  • 0

HannoverGute Geschäfte in der Flugzeugfinanzierung und mit anderen Firmenkunden sorgen für gute Stimmung bei der Norddeutschen Landesbank. Der Konzerngewinn kletterte im abgelaufenen Jahr um 71 Prozent auf 536 Millionen Euro - damit verdiente das Geldhaus aus Hannover mehr als alle anderen Landesbanken in Deutschland. Auch das Jahr 2012 sei gut angelaufen, sagte Bankchef Gunter Dunkel am Donnerstag. „Wir werden auch im Jahr 2012 ein gutes Ergebnis erzielen, wir gehen aber davon aus, dass sich das besondere Ergebnis aus 2011 trotz operativer Fortschritte nicht wiederholen lässt.“

Angesichts des robusten Wirtschaftsaufschwungs in Deutschland konnte die drittgrößte deutsche Landesbank die Rückstellungen für faule Kredite 2011 deutlich reduzieren, stellt sich jedoch im laufenden Jahr wieder auf einen Anstieg ein. „Wir bleiben weiterhin wachsam und vorsichtig, insbesondere im Hinblick auf unser Schiffsportfolio“, sagte Dunkel.

Der Firmenchef bekräftigte, dass die NordLB, wie von der europäischen Bankenaufsicht EBA gefordert, bis Mitte 2012 eine Kernkapitalquote von über neun Prozent erreichen wird. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Eigentümer - allen voran der Mehrheitseigner Niedersachsen - das harte Kernkapital der Bank um 1,7 Milliarden Euro gestärkt. Knapp 900 Millionen Euro sollen nun durch die Wandlung von Stillen Einlagen der Länder Bremen und Niedersachsen in hartes Kernkapital hinzukommen, das uneingeschränkt zur Tilgung von Verlusten herangezogen werden kann. Zudem verzichten die Eigner auf eine Dividende, wodurch der Kapitalpuffer um weitere rund 300 Millionen Euro wächst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Landesbank: NordLB stellt sich auf faule Kredite ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%