Landesbanken: Helaba schaut sich nach Fusionspartnern um

Landesbanken
Helaba schaut sich nach Fusionspartnern um

Die Düsseldorfer WestLB steht bei ihrem Trommeln für eine Verringerung der deutschen Landesbanken nicht mehr völlig allein auf weiter Flur. Auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) kann sich jetzt vorstellen, zum Nukleus für die Konsolidierung unter den öffentlich-rechtlichen Instituten zu werden.
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BERLIN/FRANKFURT. Wie der Vorstandsvorsitzende der Helaba, Hans-Dieter Brenner, sagte, sieht er dabei auch seine Eigentümer, die Sparkassen in Hessen und Thüringen sowie die beiden Bundesländer, hinter sich. Brenner wagt sich damit weiter vor als viele Amtskollegen, die mit Blick auf eine mögliche Konsolidierung zuletzt sehr vorsichtig waren.

Die Äußerungen von Brenner dürften vor allem in Düsseldorf aufmerksam registriert werden. Denn dort sucht WestLB-Chef Dietrich Voigtländer seit Monaten händeringend nach einem Partner für die Zukunft des Instituts. Nach staatlichen Beihilfen in Milliardenhöhe muss die Bank entweder mit einer anderen Landesbank fusionieren oder verkauft werden. So sehen es die Auflagen der Brüsseler Wettbewerbshüter vor.

Helaba will ihr Geschäftsmodell exportieren

Die Helaba wiederum ist die einzige Landesbank, die bislang nahezu unbeschadet durch die Krise gekommen ist. Das soll laut dem Vorstand auch so bleiben: „Auf Abenteuer mit ungewissem Ausgang werden wir uns nicht einlassen“, sagte Brenner. Er ist bereit, aktiv zu werden, wenn das heutige Geschäftsmodell der Helaba auch für die neue Landesbank gilt. Das bedeutet eine feste Verankerung in der Sparkassenorganisation mit öffentlich-rechtlicher Rechtsform und starkem Verbundgeschäft.

In der Vergangenheit hatte die WestLB mit ihren Fusionsversuchen keinen Erfolg. Sowohl ein Zusammengehen mit der Landesbank Baden-Württemberg als auch mit der Helaba scheiterte an Widerständen der Eigentümer auf beiden Seiten. Allerdings nutzt die WestLB jetzt eine sogenannte „Bad Bank“, in der sie toxische Wertpapiere und Geschäftsbereiche über 85 Mrd. Euro ausgelagert hat. Dies würde eine Fusion der gesunden Kernbank erleichtern, allerdings gibt es über die Risiken aus dieser Ersten Abwicklungsanstalt (EAA) jetzt einen heftigen Schlagabtausch in der Landespolitik.

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