Landesbanken Weg für privaten Investor bei HSH Nordbank frei

Schleswig-Holstein und Hamburg haben den Weg freigemacht für den Einstieg eines privaten Investors bei der HSH Nordbank: Die Länder nehmen ihr Vorkaufsrecht für die Anteile der WestLB an der HSH Nordbank nicht wahr.

HB KIEL. Das teilten die zuständigen Ministerien und Behörden in Kiel und Hamburg mit. Die WestLB möchte ihre HSH-Beteiligung von 27 Prozent an private Investoren um die amerikanische Gesellschaft J.C. Flowers verkaufen. Er sehe in dem Einstieg privater Investoren große Entwicklungschancen für die HSH Nordbank, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Bank und Kieler Finanzminister Rainer Wiegard (CDU).

Damit steigen erstmals private Investoren bei einer öffentlich-rechtlichen Landesbank ein. Die übrigen Anteile halten das Land Schleswig-Holstein, die Hansestadt Hamburg und der Schleswig- Holsteinische Sparkassen- und Giroverband. Die privaten Investoren könnten der Bank wichtige Impulse geben und ihr neue Geschäftsfelder eröffnen, sagte Wiegard. „Auf dem Weg zur Kapitalmarktfähigkeit ist internationales Finanz-Knowhow für die HSH Nordbank von unschätzbarem Wert“, sagte Wiegard. Die öffentlichen Anteilseigner wollten auch künftig die Mehrheit von 50,1 Prozent an der HSH Nordbank behalten. „Damit sind die Interessen der schleswig-holsteinischen und hamburgischen Wirtschaft gesichert“, erklärte der Minister.

Die WestLB erhält für ihre Anteile 1,25 Milliarden Euro. Die HSH Nordbank ist mit einer Bilanzsumme von 190 Milliarden Euro und knapp 4 400 Mitarbeitern die größte Bank Norddeutschlands. Sie entstand vor drei Jahren aus der Fusion der Landesbanken in Hamburg und Kiel und gilt mit einer Eigenkapitalrendite von 15 Prozent vor Steuern als eine der ertragsstärksten Landesbanken in Deutschland.

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