Landesbanken
Weitere WestLB-Altlasten abgeräumt

Ein kleiner Halbjahresgewinn ist ein positives Signal für die Bad Bank der ehemaligen WestLB. In 15 Jahren sollen die Altlasten beseitigt sein. Doch schon heute zeigt der Abbau seine Folgen.
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DüsseldorfDie Bad Bank der ehemaligen WestLB kommt beim Abbau der von der Landesbank übernommenen Altlasten weiter voran. Die Bilanzsumme der Ersten Abwicklungsgesellschaft (EAA) habe sich seit Jahresbeginn von 123,3 Milliarden Euro auf 94,8 Milliarden Euro verringert, teilte die EAA am Donnerstag in Düsseldorf mit. „Das Tempo des Portfolioabbaus war im 1. Halbjahr erneut höher als erwartet“, erklärte EAA-Vorstandssprecher Matthias Wargers.

Dabei konnte die Bad Bank einen kleinen Gewinn verbuchen – unter dem Strich stand im Halbjahr ein Überschuss von 25,1 Millionen Euro. Die EAA will das Erbe des einstigen Flaggschiffs der deutschen Landesbanken bis 2027 endgültig abwickeln, herauskommen soll dabei eine „schwarze Null“.

Die EAA war im Dezember 2009 eingerichtet worden, um Giftpapiere der WestLB – der heutigen Portigon AG – wie Risiko-Kredite oder problematische Staatsanleihen zu verwerten. Zum Start übernahm sie ein 77,5 Milliarden Euro schweres Paket. Im vergangenen Sommer kam mit der endgültigen Zerschlagung der WestLB dann ein weiteres Paket hinzu, das unter anderem auch die WestLB-Tochter WestImmo umfasste. Insgesamt übernahm die EAA Bestände im Volumen von rund 200 Milliarden Euro.

Doch der Abbau bleibt nicht ohne Folgen: Das Eigenkapital hat die EAA seit der Gründung deutlich reduziert. Von ursprünglich 3,1 Milliarden Euro waren per Ende Juni noch 522 Millionen Euro übrig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Landesbanken: Weitere WestLB-Altlasten abgeräumt"

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  • Problem bildhaft gut umgesetzt!

  • Wenn man tote Fische aus der Schaufensterauslage in einen separaten Kühlraum schafft, mindert man zwar den Gestank im Laden.
    Damit sind die Viecher aber noch nicht endgültig verschwunden; die Resteverwertung dauert und kostet auch Geld. Dreimal darf man raten, wer das bezahlen muß - der Fischladen trägt den geringsten Teil; im Gegenteil, der bekommt noch zusätzlich Geld für frische Fische.

  • "Die EAA will das Erbe des einstigen Flaggschiffs der deutschen Landesbanken bis 2027 endgültig abwickeln, herauskommen soll dabei eine „schwarze Null“."

    Gewiss eine "schwarze Null" vor Kosten!

    Es weiß doch ein jeder, dass diese Meldung nicht stimmen kann.

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