Landesbanken
Weniger Gewinn bringt Asien-Offensive bei Helaba

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat im ersten Halbjahr 2014 weniger eingenommen. Dennoch sei die Helaba auf den Bankenstresstest vorbereitet, sagen Verantwortliche. Eine Offensive in Asien soll Erfolg bringen.
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FrankfurtDie Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat wegen Gegenwinds im Handel im ersten Halbjahr etwas weniger verdient. Der Vorsteuergewinn ging um vier Prozent auf 322 Millionen Euro zurück, wie das Frankfurter Institut am Mittwoch mitteilte. Dem laufenden Gesundheitscheck der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bankenaufsicht EBA sieht die Bank mit einer harten Kernkapitalquote von zuletzt 12,9 Prozent gelassen entgegen. „Die Helaba ist damit auf den Stresstest von EZB/EBA gut vorbereitet“, erklärte das Geldhaus.

Vorstandschef Hans-Dieter Brenner äußerte sich zufrieden über das Abschneiden im ersten Halbjahr. „Sowohl im Großkundengeschäft als auch im Verbund-, Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft gelang es, im Neugeschäft trotz des historisch tiefen Zinsniveaus gute Margen zu erzielen.“ Zudem sei die Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite deutlich gesunken. Der Einbruch des Handelsergebnisses, das um 62 Prozent auf 94 Millionen Euro sank, liege im Rahmen der Planung. Vor einem Jahr brummte der Handel, weil sich die Euro-Schuldenkrise zunehmend entspannte und Anlagen der Bank an Wert gewannen.

Im zweiten Halbjahr 2014 befürchtet Brenner Gegenwind wegen der drohenden konjunkturellen Abkühlung in Deutschland und anderen Teilen der Eurozone. Auch die Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten könnten das Geschäft beeinträchtigen. „Wenn es dadurch nicht zu extremen Marktverwerfungen kommt, gehe ich davon aus, dass unser Konzernergebnis leicht unter dem Vorjahreswert liegen wird, wir aber unsere Planwerte gut erreichen“, bekräftigte Brenner. Der Helaba-Chef hatte für 2014 einen Vorsteuergewinn von 400 bis 500 Millionen Euro in Aussicht gestellt nach 510 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Helaba ist seit der Übernahme von Teilen der WestLB Mitte 2012 als Zentralbank für rund 40 Prozent der Sparkassen in Deutschland zuständig. Geschäftsbeziehungen hat sie zu fast allen Sparkassen. Um sie und mittelständischen Firmenkunden bei der Expansion im Ausland künftig besser unterstützen zu können, will die Bank in diesem Jahr eine Repräsentanz in Singapur eröffnen. In anderen Regionen, die das Geldhaus nicht abdeckt, will es künftig eng mit der US-Depotbank BNY Mellon zusammenarbeiten, wie die Helaba mitteilte. Eine entsprechende Kooperationsvereinigung habe das Institut mit BNY Mellon und der Gruppe der 25 größten Sparkassen getroffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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