Laut KBC Veröffentlichung
Offenbar großes Interesse an Münchner Merck Finck

Der belgische Finanzkonzern KBC spricht in Bezug auf den Verkauf von Merck Finck und KBL-Teilen von großem Interesse. KBC scheint einen Paketverkauf zu favorisieren.
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BrüsselDer belgische Finanzkonzern KBC lässt sich beim geplanten Verkauf der Münchner Merck Finck und weiterer Teile der Privatbankengruppe KBL nicht in die Karten schauen. Der Verkaufsprozess für KBL sei neu angelaufen und das Interesse groß, erklärte KBC-Chef Jan Vanhevel am Dienstag mit der Vorlage der Quartalszahlen lediglich. Es gebe mehrere Interessensbekundungen.

KBC, in der Finanzkrise mit Staatshilfen in Milliardenhöhe gerettet, muss sich auf EU-Geheiß von seinen Privatbanken trennen. Ursprünglich hatte die indische Hinduja-Gruppe die KBL European Private Bankers für 1,35 Milliarden Euro kaufen wollen. Doch die Übernahme war im März überraschend am Veto der Luxemburger Finanzmarktaufsicht gescheitert. Banker hatten danach nicht ausgeschlossen, dass einzelne Filetstücke aus der Gruppe herausgelöst werden - etwa das 140 Jahre alte Traditionshaus Merck Finck. Doch inzwischen deutet sich an, dass KBC erneut einen Paketverkauf favorisiert. Kreisen zufolge sind noch vier Interessenten im Rennen, darunter die Finanzinvestoren KKR und Apollo. Bis Anfang September müssten konkrete Angebote abgegeben werden.

Im zweiten Quartal verdiente KBC mit 528 Millionen Euro zwar etwas weniger als im Vorjahreszeitraum, aber mehr als von Analysten erwartet. Weil die Geschäfte auf dem Heimatmarkt gut liefen, konnte KBC die Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen gut verschmerzen. Sie beliefen sich auf rund 100 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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