Lebensversicherer

Einmalbeträge werden immer wichtiger

Immer mehr Verbraucher zahlen auf einen Schlag große Summen an ihre Lebensversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds. Diese sogenannten Einmalbeiträge hab 2014 einen neuen Höchstwert erreicht.
Ein großer Teil der auf einen Schlag eingezahlten Summen – 2014 rund 75 Prozent – entfallen auf Rentenpolicen. Quelle: dpa
Senioren

Ein großer Teil der auf einen Schlag eingezahlten Summen – 2014 rund 75 Prozent – entfallen auf Rentenpolicen.

(Foto: dpa)

BerlinFür Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds werden sogenannte Einmalbeträge immer wichtiger. 2014 erreichten sie mit rund 29 Milliarden Euro den höchsten Wert, der bislang gemessen wurde, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Freitag in Berlin mitteilte. Dies sei ein Anstieg um knapp 13 Prozent im Vergleich zu 2013. Einmalbeträge werden von Versicherungskunden auf einen Schlag einbezahlt. Laut GDV machen sie inzwischen fast ein Drittel der gesamten Beitragseinnahmen der deutschen Lebensversicherer aus.

Ein großer Teil der auf einen Schlag eingezahlten Summen – 2014 rund 75 Prozent – entfallen auf Rentenpolicen. Von denen entfällt dem Branchenverband zufolge „ein signifikanter Anteil“ wiederum auf Sofortrenten. Dabei fließt die Summe zuzüglich Überschussanteilen unmittelbar nach der Einzahlung an die Kunden in regelmäßigen Renten zurück. Mit dem Tod eines Versicherten versiegt die Rente grundsätzlich. Soll sie weiter an Verwandte ausgezahlt werden, muss ein zusätzlicher Schutz abgeschlossen werden.

Das sind die teuersten Lebensversicherer
Platz 12: Cosmos Leben
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Jedes Jahr untersucht Hermann Weimann, Finanzexperte am Institut für Finanzwirtschaft der Hochschule Ludwigshafen, die wichtigsten Kennzahlen der zwölf größten Lebensversicherer. Sein Ergebnis: Offenbar spielt die Provision bei der Beratung immer noch die größte Rolle. Die Abschlusskosten sind teilweise irrwitzig hoch.

Auf Platz zwölf landet in diesem Jahr Cosmos Leben. Hier beträgt das Verhältnis der Abschlusskosten zum Jahresbeitrag bei Neugeschäften schmale 7,1 Prozent. Auch die Abschlusskostenquote (Verhältnis von Abschlusskosten zur potenziell eingezahlten Beiträgen) liegt mit 2,2 Prozent recht niedrig. Die Verwaltungskostenquote beträgt 0,8 Prozent, die Bruttobeiträge im Jahr 2014 lagen bei 2,2 Milliarden Euro.

Platz 11: Allianz
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Bei der Allianz Leben lag das Verhältnis der Abschlusskosten zum Jahres-Neugeschäft mit 11,8 Prozent in 2014 bereits höher als bei Cosmos Direct. Die Abschlusskostenquote belief sich auf 4,3 Prozent, die Bruttobeiträge 2014 kamen auf 18,4 Milliarden Euro. Die deutschen Lebensversicherer haben es nicht leicht, die Lage an den Finanzmärkten nagt an der Rendite der Verträge, gleichzeitig haben sie ihren Kunden in besseren Zeiten Garantiezinsen von bis zu vier Prozent zugesagt. Allianz bietet schon lange parallel eine Lebensversicherungsvariante ohne garantierten Zins an.

Platz 10: Versicherungskammer Bayern
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Die Abschlusskosten im Verhältnis zum Neugeschäft lagen bei der Versicherungskammer Bayern 2014 bei 12,3 Prozent, die Abschlusskostenquote bei 4,5 Prozent. Die Bruttobeiträge kamen auf 2,5 Milliarden Euro.

Platz 9: R+V Leben
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R+V erzielte im Jahr 2014 Bruttobeiträge von 5,2 Milliarden Euro, die Abschlusskostenquote lag hier bei 4,6 Prozent. Das Verhältnis von Abschlusskosten zu den Jahreseinnahmen im Neugeschäft belief sich allerdings auf 13,6 Prozent. Die Bei der schwierigen Lage ist es kein Wunder, dass sich viele Versicherer vom klassischen Lebensversicherungsgeschäft verabschieden.

Platz 8: Debeka
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Die Debeka Leben landet auf Platz acht. Die Abschlusskosten im Verhältnis zum Neugeschäft lagen hier schon bei stolzen 25,1 Prozent, die Abschlusskostenquote bei 3,3 Prozent. Die Bruttobeiträge 2014 lagen bei 3,7 Milliarden Euro. Versicherungsexperte Weimann sieht die zwölf großen Anbieter trotz aller Schwierigkeiten gut gerüstet: „Ein möglicher Gau für die Top 12 ist aus den vorliegenden Zahlen nicht ableitbar“.

Platz 7: Generali Leben
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Generali Leben erhob Abschlusskosten von 31,6 Prozent im Verhältnis zum Jahresbeitrag. Die Abschlusskostenquote lag hier bei 4,9 Prozent. Die Bruttobeiträge 2014 lagen bei 3,6 Milliarden Euro.

Patz 6: Zurich Deutscher Herold
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Bei Zurich lagen die Abschlusskosten bereits bei 33,8 Prozent im Verhältnis zum Jahresbeitrag bei Neugeschäften. Die Abschlusskostenquote lag bei 5,8 Prozent, die erzielten Bruttobeiträge bei 3,8 Milliarden Euro.

Beiträge, die über regelmäßige Einzahlungen erfolgen, sogenannte laufende Beiträge, nahmen demnach im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zu: Sie stiegen um 3,5 Prozent auf insgesamt 127,8 Milliarden Euro an.

  • afp
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