Lebensversicherer
Swiss Life profitiert von AWD

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Der Finanzvertrieb hat seine Kosten deutlich gesenkt. Das sei die Grundlage für eine Ertragswende gewesen, teilte der zweitgrößte Finanzvertrieb in Hannover mit. "Wir haben die Basis für eine solide Profitabilität gelegt", erklärte AWD-Chef Manfred Behrens. Ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 49,1 Millionen Euro und ein Umsatz von 547 Millionen Euro seien klare Zeichen, dass die Tochter des Versicherers Swiss Life wieder auf Kurs sei. "Die Verbesserungen unserer Prozesse und Abläufe werden wir fortsetzen", erklärte Behrens. "Klares Ziel ist es, dass wir jetzt weiter an Fahrt gewinnen." 2009 war der AWD mit einem Ebit-Verlust von 41,1 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gerutscht.

Die Beratungsschwerpunkte der AWD-Gruppe seien unverändert die Vermittlung von Absicherungs- und Altersvorsorgeprodukten sowie der langfristige Vermögensaufbau. Ungeachtet der in Folge der Bankenkrise weiter bestehenden Zurückhaltung privater Haushalte gegenüber langfristigen Anlagen, erreichte die AWD-Gruppe im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs von 3,5 Prozent. Insgesamt hätten die AWD-Gesellschaften einen gruppenweiten Umsatz, das sind vor allem Provisionen, von 547 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die deutliche und nachhaltige Reduzierung der Fixkosten habe die Basis für die erhebliche Ergebnissteigerung in 2010 gebildet. Im Rahmen des konzernweiten Effizienzprogramms der Muttergesellschaft Swiss Life seien vor allem die administrativen Kosten um rund 48 Millionen Euro gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresniveau gesenkt. Die Region Deutschland, also AWD Deutschland, Horbach, Tecis und Proventus, habe 64 Prozent zum Umsatz beigetragen.

In der Region Österreich & Osteuropa habe die in 2009 begonnene Neuausrichtung zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung geführt. Der Verlust vor Zinsen und Steuern sank auf 4,5 Millionen Euro nach minus 42,3 Millionen im Vorjahr. Mehr Gewinn macht AWD dagegen wieder in Großbritannien. Das Ebit stieg von 1,2 auf 6,3 Millionen Euro. Die wichtige Zahl der ausgebildeten und registrieren Berater sei von 5342 auf 5292 gefallen. Daneben verfügt die Gruppe über eine große Zahl nebenberuflicher Helfer.

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