Lebensversicherer
Swiss Life steigert Gewinn um 30 Prozent

Der Lebensversicherer Swiss Life verdient am Finanzmarkt prächtig und konnte seinen Gewinn um fast ein Drittel steigern. Auch die Nettoanlagerendite konnte gesteigert werden.
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ZürichKostensenkungen und das Versilbern von Anleihen haben dem Schweizer Versicherer Swiss Life zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Reingewinn stieg im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf 472 Millionen Franken (380 Millionen Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Prämieneinnahmen wuchsen um sechs Prozent auf 10,4 Milliarden Franken.

Bei dem größten Schweizer Anbieter von Lebensversicherungen und Produkten für die betriebliche Altersvorsorge begannen die im November gestarteten Kostensenkungen zu greifen. Rund 30 Prozent der bis 2015 geplanten Senkung der operativen Kosten sei bereits umgesetzt, sagte Konzernchef Bruno Pfister. Das wirkte sich vor allem in der Schweiz aus, wo der Gewinnbeitrag um ein Drittel stieg. Auch in Deutschland, wo Personal abgebaut wird, verdiente der Konzern mehr.

Der Image-Schaden im Zusammenhang mit Fehlberatungs-Vorwürfen gegen den 2008 übernommenen Finanzberater AWD hängt den Schweizer in Deutschland aber noch nach. Um das Problem möglichst schnell vom Tisch zu bekommen, legte der Konzernchef AWD-Klägern in Deutschland nahe, sich in Gruppen zusammenzuschließen, um Vergleichsverhandlungen zu erleichtern und wie diese Woche in Österreich zu einem Abschluss zu kommen. Er zeigte sich kompromissbereit. Swiss Life weise den Vorwurf der systematischen Falschberatung durch AWD zurück, sagte Pfister. Aber, „wenn wir sehen, dass Klagen berechtigt sind, werden wir eine Lösung finden“. Für die Rechtsfälle habe Swiss Life ausreichend Reserven gebildet. In Österreich will Swiss Life Schadenersatzforderungen über rund 40 Millionen Euro außergerichtlich mit elf Millionen Euro abgelten.

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