Leitzins für Eurozone
Bayerns Finanzminister kritisiert EZB-Politik

Am Donnerstag entscheidet die Europäische Zentralbank über den Leitzins für die Eurozone: Bayerns Finanzminister Markus Söder sagt noch vor Bekanntgabe, die EZB betreibe „gefährliche Politik“ zu Lasten des Steuerzahlers.
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MünchenVor der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über den Leitzins für die Eurozone hat Bayern den Kurs der Notenbank kritisiert. Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte dem „Münchner Merkur“ vom Donnerstag, die EZB betreibe eine „gefährliche Politik“.

Die Notenbank tue nun das, was sie den Geschäftsbanken richtigerweise verbiete: „Sie saugt Risiken auf.“

Dieses Vorgehen übertrage die Notenbank indirekt auf den Steuerzahler, der für die EZB bürge, kritisierte Söder. Da die Nullzinspolitik schon bisher die Konjunktur nicht habe beleben können, werde auch eine Verschärfung des Tempos durch die EZB nicht zum gewünschten Ergebnis führen, fügte er im Gespräch mit der Zeitung hinzu.

Es wird erwartet, dass die EZB den Leitzins am Donnerstag auf dem historisch niedrigen Stand von 0,05 Prozent belässt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • @Fabian Stark
    Hinter den Märkten steht immer eine Gesellschaft. Also Du und ich - wir ALLE -!
    Angebot und Nachfrag, der Wettbewerb und vor allen die Insolvenz macht einen MARKT aus.
    Und ein gesunder Markt kann nur mit einer INSOLVENZ funktionieren. Und genau vor dieser Insolvenz drückt sich die Bankenbranche seit jeher. Diese Bankenbranche ist zu feige ihre Fehler mit einer Insolvenz einzugestehen und damit den Finanz-Bankenmarkt selbst zu reinigen. Eine Insolvenz ist das Reinigungsmittel eines jeden Marktes. Und dieses Reinigungsmittel (Insolvenz) bringt erst unsere Inovationstätigkeit weiter. Funktioniert die Insolvenz durch das Eingreifen des Staates (Insolvenz wird durch den Steuerzahler geleistet) nicht mehr in einen Markt, so ist dieser Markt kein Markt mehr. Wer nicht insolvent gehen kann, weil der Staat den Steuerzahler in Geishaft hat, der wird auch nie aus seinen Fehlern lernen können. Und der größte Insolvenzverschlepper ist der Staat/Politik selber.
    Somit haben wir zwei der größten Insolvenzverschlepper (Staat/Banken) in einen Schuldenkrisenboot sitzen.
    Nur die Insolvenz ist in der Lage diesen Lug- und Betrugsspiel der Staats-Banken ein Ende zu bereiten und damit einen Neuanfang zu starten, in dem die Insolvenz von vornherein angewendet wird und nicht der Staat/Steuerzahler mehr erpressbar ist.

  • wer soll das denn sein, "die Märkte"

  • " Meint er, die Aufgeklärten so gnädig zu stimmen?"

    Ich glaube, die Aufgeklärten wissen, dass es nicht am Euro, sondern am öffentlichen und privaten Schuldenstand liegt, dass es nicht aufwärts geht. Wäre der Euro weg, ist das Problem ja immer noch da.

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