Leserfragen beantwortet
Das will Deutschland von der Deutschen Bank

Die Handelsblatt Online-Redaktion hat Ihre Fragen und Forderungen an die Deutsche Bank gesammelt. Die Themen, die Ihnen unter den Nägeln brennen, werden auch auf der Hauptversammlung eine Rolle spielen.
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DüsseldorfEs ist ein kleines Experiment gewesen, das wir seit vergangener Woche gewagt haben. Wir haben Sie um Fragen und Forderungen an die Deutsche Bank gebeten. Wir haben aus den Einsendungen einige Dutzend ausgewählt und wollen Ihnen das Meinungsspektrum rund um Deutschlands größte Bank gerne zeigen.

Einige Fragen haben wir auch an die Deutsche Bank weitergereicht. Die Antworten auf die „Bonusfragen zur Hauptversammlung“ lesen Sie hier - pünktlich zum Start des historischen Aktionärstreffens, auf dem Vorstandschef Josef Ackermann den Staffelstab an seine beiden Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen weitergibt. An der Spitze des Aufsichtsrats steht gleichzeitig ein Generationenwechsel vom einstigen Deutsche Bank-Finanzchef Clemens Börsig zum bisherigen Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner auf dem Programm.

Das Stimmungsbild unter unseren Lesern ist eindeutig. Natürlich gibt es einige, die schlechte Erfahrungen mit der Beratung gemacht haben und daher ganz individuelle Konflikte mit der Bank ausfechten. Doch viele von Ihnen beschäftigt die künftige strategische Ausrichtung der Deutschen Bank. Die Sorge schwingt in vielen Fragen mit, dass sich die Deutsche Bank dem Investmentbanking mit Haut und Haar verschreiben und dabei unkalkulierbare Risiken eingehen könnte. Die Nachrichten über die einstige US-Vorzeigebank JP Morgan, die in wenigen Wochen mehrere Milliarden Dollar verspekulierte, scheinen ein mahnendes Beispiel zu sein.

„Wie wollen Sie den Eindruck widerlegen, dass die Deutsche Bank zukünftig aus London, also der Investmentsparte, gesteuert wird und die Bank aufgrund der steigenden Bedeutung dieser Sparte zu viel Risiken eingeht?“, fragt beispielsweise Leser Kai H. Vor allem die Berufung des bisherigen Chefs der Investmentbanking-Sparte Anshu Jain in das Konzernchef-Duo trägt zu dieser Sorge maßgeblich bei.

Darüber hinaus beschäftigt viele unserer Leser vor allem der Aktienkurs der Deutschen Bank, der weit entfernt ist von seinem Höchststand von über 100 Euro aus dem Jahr 2007. Gleichzeitig schmerzt die Anleger die Dividende, die ebenfalls weit von Höchstwerten der Vergangenheit entfernt ist. „Mit welchen Mitteln und wann will das Führungsduo den Aktienkurs wieder stabilisieren und an die alte Performance heranführen?“, fragt sich Leser Siegfried W.

Mit der Einsendung Ihrer Fragen haben Sie gleichzeitig eine Einschätzung abgegeben, wie Sie mit Josef Ackermanns Leistung an der Konzernspitze in den vergangenen zehn Jahren zufrieden sind und welche Erwartungen Sie an die künftigen Konzernlenker haben. Hohe Erwartungen an das neue Führungsduo haben dabei etliche Leser, die sich in der Vergangenheit über Ackermann beziehungsweise die Entwicklung der Deutschen Bank geärgert haben.

In einer Serie im Vorfeld der Hauptversammlung hat Handelsblatt Online verschiedene Aspekte rund um die Deutsche Bank beleuchtet. Leser hatten zudem die Möglichkeit, Fragen an die Deutsche Bank zu stellen. Die Redaktion hat sechs Fragen an den Konzern weitergereicht und die Antworten am Tag der Hauptversammlung weiter oben in diesem Artikel veröffentlicht.

Es sind erschienen:

Teil 1 - Wie Jo Ackermann die Deutsche Bank halbierte
Teil 2 - Angst vor dem Durchmarsch der Investmentbanker
Teil 3 - Gerichtsprozesse sind die größte Baustelle
Teil 4 - Die böse Bank
Teil 5 - „Da gehen bei mir alle Alarmglocken an“
Teil 6 - Ackermanns einsamer Abgang
Teil 7 - Ackermann kann Kritiker nicht zufriedenstellen

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Leserfragen beantwortet: Das will Deutschland von der Deutschen Bank"

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  • Da beißt die Maus doch keinen Faden ab, daß die Deut-
    sche Bank, wie alle anderen Banken auch, an der Ent-
    mündigung des deutschen Steuerzahler mit dem Ermäch-
    tigungsgesetz ESM gebastelt hat, so daß nur noch die
    Möglichkeit bleibt, über das Bündnis für Bürgerwillen
    (info@buendnis-buergerwille.de) diesem Spuk ein Ende
    zu bereiten!!

  • Man kann es im Nachhinein drehen und wenden wie man will, dennoch darf sich die Arbeit eines Josef Ackermann mehr als sehen lassen. Erstaunlich ist immer wieder, wie sich Wendehälse der deutschen Politik über die erfolgreiche Arbeit anderer äussern, und ihre Eigene (meist schlechte)verschweigen.
    Die Deutsche Bank sollte nach Möglichkeit das vonJosef Ackermann begonne, weiterführen.

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