Libor-Manipulation: Oberstes US-Gericht lässt Klagen zu

Libor-Manipulation
Oberstes US-Gericht lässt Klagen zu

Eine Beschwerde mehrerer Institute gegen die Zulassung von Privatklagen hatte keinen Erfolg. Eine Reihe von Investoren wirft den Banken vor, sie hätten während der Finanzkrise den Libor-Zins künstlich niedrig gehalten.
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WashingtonGroßbanken wie die Deutsche Bank und die UBS müssen sich in den USA voraussichtlich auch mit Privatklagen wegen der Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor auseinandersetzen. Das oberste Gericht der USA, der Supreme Court, wies am Dienstag eine Beschwerde mehrerer Großbanken gegen die Zulassung der Klagen ab. Zu ihnen gehören auch die Bank of America und JP Morgan.

Eine Reihe von Investoren, darunter die University of California und US-Großstädte wie Baltimore, Houston und Philadelphia, wirft den Banken vor, sie hätten während der Finanzkrise von 2007 bis 2009 den Libor-Zins künstlich niedrig gehalten, um ihre Gewinne nach oben zu treiben oder gesünder auszusehen als sie waren.

Vom Libor hängen weltweit direkt und indirekt Transaktionen an den Finanzmärkten im Wert von 450 Billionen Dollar ab. Er wird auf Basis der Meldungen von Banken berechnet, was ihn für Absprachen anfällig macht. Eine Reform ist in Arbeit.

Die Behörden haben wegen der Manipulationen bereits Strafen von rund neun Milliarden Dollar verhängt. Allein die Deutsche Bank zahlte vor knapp zwei Jahren 2,5 Milliarden Dollar. Das schützt die Banken aber nicht vor Klagen vermeintlich geschädigter Anleger. Allerdings dürfte es ihnen Experten zufolge schwer fallen, ihren Schaden nachzuweisen. Mehrere Händler haben sich in Prozessen der Manipulationen bereits schuldig bekannt, mehr als 20 wurden bisher verurteilt.

Der Richterspruch des Supreme Court macht auch Anlegern Hoffnung, die wegen angeblicher Absprachen zu anderen Preisen - von US-Staatsanleihen bis zu Rohstoffen - an den Finanzmärkten klagen. In einem Fall, bei dem es um Kreditausfallversicherungen (CDS) ging, hatten sich Kläger 2015 mit zwölf Banken auf einen 1,9 Milliarden Dollar schweren Vergleich geeinigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Libor-Manipulation: Oberstes US-Gericht lässt Klagen zu"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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