Libor-Skandal: Briten verhängen erstes Berufsverbot gegen Händler

Libor-Skandal
Briten verhängen erstes Berufsverbot gegen Händler

„Er wusste, dass das falsch war, was er tat“: Im Skandal um Manipulationen des Referenzzinssatzes Libor hat die britische Finanzaufsicht FCA erstmals ein Berufsverbot gegen einen Händler verhängt.
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LondonIm Skandal um Zinsmanipulationen zeigt die britische Finanzaufsicht FCA erstmals einem Händler die Rote Karte. Die Behörde gab am Dienstag ein Berufsverbot für einen früheren Händler der niederländischen Rabobank bekannt. Er wurde in den USA wegen Betrugs verurteilt.

Er hatte im vergangenen Jahr zugegeben, sich in seiner Zeit bei der Rabobank an Absprachen zur Manipulation des Referenzzinssatzes Libor beteiligt zu haben, um Handelsgewinne einzustreichen. FCA-Vertreterin Georgina Philippou nannte das Vorgehen des Händlers unentschuldbar und besonders gravierend.

„Er wusste, dass das falsch war, was er tat“, sagte sie. Im Zusammenhang mit dem Zinsskandal hatte die FCA bereits früher gegen zwei hochrangige Manager Strafen und Berufsverbote verhängt. In die Affäre sind Großbanken rund um den Globus verstrickt. Der Libor ist Grundlage für Finanzprodukte im Volumen von etwa 450 Billionen Dollar weltweit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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