Libor-Skandal
Deutsche Bank sichert sich Kronzeugenstatus

Die Deutsche Bank hat sich im Libor-Skandal einen Kronzeugenstatus bei der EU und in der Schweiz gesichert, so heißt es in einem Medienbericht. Nun hofft das Insitut auf eine geringere Strafe.
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Hamburg/FrankfurtIn der Affäre um Zinsmanipulationen durch Großbanken hat sich die Deutsche Bank Insidern zufolge bei der EU und in der Schweiz den Status eines Kronzeugen gesichert. Mit der bereits im vergangenen Jahr ausgehandelten Regelung bekomme Deutschlands größtes Geldhaus im Falle einer möglichen Strafe einen Nachlass, sagten zwei Personen aus dem Umfeld der Bank der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Sie gehe jedoch nicht mit einem Schuldeingeständnis im Skandal um die Manipulation den Londoner Interbankenzins (Libor) einher.

Unklar ist jedoch wie sich eine Kronzeugenregelung auf die Ermittlungen in den USA auswirkt. Dort sind die Ermittlungen schon weit fortgeschritten.

Andere in den Skandal verstrickte Banken wie etwa die Schweizer UBS haben in verschiedenen Ländern ebenfalls Kronzeugenstatus erhalten. Die "New York Times" berichtete am Wochenende, das US-Justizministerium bereite in der Affäre Strafverfahren gegen mehrere Banken und einige ihrer Angestellten vor.

Über die Kronzeugenregelung für die Deutsche Bank hatte auch der "Spiegel" berichtet. Demnach habe die Bank die Regelung bei der EU-Kommission schon 2011 beantragt und nun kürzlich erlangt. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich nicht zu der Angelegenheit äußern.

Einer ganzen Reihe von internationalen Großbanken - darunter auch JPMorgan, Societe Generale und HSBC - wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Londoner Interbankenzins mit falschen Angaben zu ihren Gunsten manipuliert zu haben. Der Libor wird einmal täglich ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich die Institute untereinander Geld leihen. Er basiert auf individuellen Angaben der Banken und dient als Referenz für Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und weitere Finanztransaktionen in einem Volumen von 360 Billionen Dollar. Ein Untersuchungsausschuss des Parlaments in London befasst sich derzeit mit der Aufklärung des Skandals und der Frage, wie viel die Aufseher von den Zinsmanipulationen wussten.

Als erstes Geldhaus hatte Barclays Fehlverhalten einiger Händler eingeräumt. Die britische Großbank wurde von Behörden in den USA und Großbritannien zu einer Strafe von einer halben Milliarde Dollar verdonnert, die Führungsspitze musste gehen. Die Einigung schützt die Händler der Bank aber nicht vor Strafverfolgung.

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Kommentare zu " Libor-Skandal: Deutsche Bank sichert sich Kronzeugenstatus"

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  • ich habe mal einen leserbrief gelesen, der doch eindeutig zeigt, wer bei der deutschen bank arbeitet und wie die so arbeiten: Ein sehbehinderter Rentner verirrst sich in einer Filiale der Deutschen Bank. Nachdem er eine Mitarbeiterin gefragt hatte, wo denn die nächste Filiale seine Hausbank ist, wurde er harscht angeraunzt mit den Worten: "Sind wir denn hier die Auskunft?" Diese Bank zeigt sehr deutlich, dass die keine Kunden verdient haben und bald nix mehr verdienen werden. Außerdem kann sich die Deutsche Bank bald freuen, wenn die Amis ordentlich auf die draufhauen und mit Klagen überhäufen. Da hilft auch keine Kronzeugenregelung in der Schweiz bzw. EU mehr.

  • Sparkassen und Volksbanken seriös, dass ich nicht lache...

  • Kronzeugen Regelung!!! Da muss ich wirklich laut Lachen.
    Und die Bosse waschen die Hände in Unschuld. Chronische Gedächtnisschwäche.....

    Das ist ja so als wenn man Bankräubern - wenn Sie sich stellen - die Hälfte der Summe des geraubten Geldes überlässt!

    Der Unterschied ist nur die Summe des Geldes dem man erzielt und den Banken belässt......diese Summer ist um ein 1000sendfaches größer

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