Libor-Skandal
Deutsche Bank verhandelt mit Ex-Libor-Händlern

Nach dem Libor-Skandal hat die Deutsche Bank vier Libor-Händlern gekündigt. Das Landesarbeitsgericht erklärte die Kündigung für „unverhältnismäßig“. Die Deutsche Bank verhandelt nun weiter mit ihren Ex-Mitarbeitern.
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FrankfurtDie Vergleichsverhandlungen zwischen vier gekündigten Libor-Händlern und der Deutschen Bank gehen in eine weitere Runde. Nach zwei langen Güterichterterminen am Dienstag und Mittwoch wollen beide Seiten an diesem Montag (25.8.) ihre Gespräche fortsetzen, wie ein Sprecher des Landesarbeitsgerichts Frankfurt mitteilte.

Einzelheiten zum Verhandlungsstand drangen zunächst nicht nach außen. Der Anwalt der Händler hatte vor Beginn des Güterichterverfahrens erklärt, Ziel seiner Mandaten sei eine Weiterbeschäftigung bei der Deutschen Bank. Es könnte in den Verhandlungen aber schwerpunktmäßig auch um die Höhe möglicher Abfindungen gehen.

Die vier Mitarbeiter waren über Jahre an der Festsetzung der wichtigen Referenzzinssätze Euribor und Libor beteiligt. Die Bank wirft den Männern vor, sich per Chat und E-Mail verbotenerweise auch mit Derivate-Händlern im eigenen Haus ausgetauscht zu haben. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte geurteilt, die fristlosen Kündigungen seien „unverhältnismäßig“. In der Bank habe es zu dem Bereich damals keine konkreten Richtlinien und Kontrollen gegeben.

Das Landesarbeitsgericht hatte am 18. Juli eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um unter Moderation eines Richters eine Lösung zu finden. Scheitert das Güterichterverfahren, wird das Gericht am 19. September erneut über die Klagen der Händler gegen ihre fristlose Entlassung verhandeln (Az.: 14 Sa 1328/13 bis 14 Sa 1331/13).

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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