Libor-Skandal: Deutsche-Börse-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe

Libor-Skandal
Deutsche-Börse-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe

Carsten Kengeter blickt nach vorn. Sein Ziel: die Fusion der Frankfurter mit der Londoner Börse. Doch immer wieder muss er Fragen zu seiner Vergangenheit beantworten: Hat er von Manipulationen des Libors gewusst?

Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe in seiner Zeit bei der Schweizer Großbank UBS über die Manipulation von Leitzinsen wie dem Libor Bescheid gewusst. „Die Anschuldigungen sind falsch“, sagte Kengeter am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Der frühere UBS- und Citigroup-Händler Tom Hayes hat Kengeter und anderen hochrangigen Managern bereits vor einiger Zeit vorgeworfen, von Libor-Manipulationen gewusst zu haben. Einige Medien haben diese Vorwürfe angesichts der geplanten Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) zuletzt wieder aufgegriffen.

Hayes wurde im August in London wegen Zinsmanipulationen von 2006 bis 2010 zu 14 Jahren Haft verurteilt. Bei der Deutschen Börse haben die Vorwürfe gegen Kengeter, die wenige Tage nach seiner Übernahme des Chefpostens in Frankfurt publik wurden, Insidern zufolge keine große Unruhe ausgelöst. Das Unternehmen habe sich vor Kengeters Verpflichtung von diversen Aufsichtsbehörden bestätigen lassen, dass ihm keinerlei Verfehlungen vorgeworfen würden.

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