Libor-Skandal
Gefeuerte Händler der Deutschen Bank sind zurück

Die Libor-Affäre bereitet der Deutschen Bank weiter Ärger: Das Unternehmen wird vier Mitarbeiter, die mit den Zinsmanipulationen zu tun haben sollten, nicht so leicht los. Die Händler sind nach einer Klage zurück im Job.
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Vier Händler der Deutschen Bank, die im Februar im Zusammenhang mit Untersuchungen zur Manipulation von Benchmark-Zinssätzen entlassen worden waren, sind nach Informationen des Handelsblatts an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Die Männer hatten im September ihre Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt am Main gewonnen. Ein Sprecher der Bank bestätigte, dass die Händler seit Montag wieder zurück sind, wollte allerdings keine weiteren Details zu dem Vorgang nennen.

Aufsichtsbehörden in aller Welt untersuchen gerade, ob mehr als ein Dutzend Banken – darunter auch der Branchenführer aus Deutschland – sich zusammengetan hatten, um Zinssätze zu ihrem eigenen Vorteil zu manipulieren und um ihre tatsächlichen Kreditkosten zu verschleiern.

Die Deutsche Bank hatte vor dem Gericht argumentiert, dass die Männer, die Eingaben für Euribor und Franken-Libor machten, unangemessene Sofortnachrichten mit Derivatehändlern austauschten. Dabei sei es um die Frage gegangen, welche Daten übermittelt werden sollten, um ihre Gewinne zu steigern. Das Gericht hatte in dem Verfahren bei der Bank ein Mitverschulden durch Fehler in der Organisation erkannt.

Barclays, UBS und die Royal Bank of Scotland (RBS) gehören zu einer Gruppe von Banken, gegen die bereits Strafen von rund 3,7 Milliarden Dollar wegen Manipulationen beim Libor verhängt worden waren.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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  • Wahrscheinlich wollte man sie gar nicht los haben.

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