Libor-Skandal
Mitsubishi-Bank beurlaubt zwei Händler

Zwei Londoner Händler des japanischen Geldhauses wurden beurlaubt. Mit ihrer Arbeit bei Mitsubishi UFJ soll die Maßnahme aber nicht zusammenhängen. Kreisen zufolge sollen beide früher bei der Rabo-Bank gearbeitet haben.
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TokioIm Zuge der Ermittlungen bei zahlreichen internationalen Großbanken wegen mutmaßlicher Manipulationen des Interbankenzinses Libor hat das japanische Geldhaus Mitsubishi UFJ zwei in London tätige Händler beurlaubt. Die Maßnahme stehe nicht im Zusammenhang mit der Arbeit der beiden für das japanische Institut, teilte die Mitsubishi UFJ-Tochter BTMU am Dienstag mit, ohne weitere Details zu nennen. Aus Kreisen verlautete, die beiden betroffenen Händler seien früher bei der niederländischen Rabo-Bank beschäftigt gewesen. Die Rabo-Bank wollte sich nicht dazu äußern.

Als erstes Geldhaus räumte die britische Barclays-Bank ein Fehlverhalten einiger Händler ein. Behörden in den USA und Großbritannien verhängten gegen sie eine Strafe von fast einer halben Milliarde Dollar. Weltweit laufen in der Sache Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Großbanken, darunter auch die Deutsche Bank und UBS.

Der Libor wird einmal täglich in London ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Er basiert auf den individuellen Angaben der Großbanken und dient als Referenzsatz für Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und weitere Finanztransaktionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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